Episode List

Herausforderungen (Bei Euch – Folge 69 – 13.2.2021)

Bei Euch
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Herausforderungen (Bei Euch – Folge 69 – 13.2.2021)
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Der moderne Mensch ist schnell gekränkt. Die Zumutung eines kleinen RNA-haltigen Fettkügelchens bringt sein Selbstbild ins Wanken. Früher soll ja Beten geholfen haben, jetzt sollen es die Politiker richten – aber zügig. Man möchte schließlich zurück zur Normalität. Das Fortdauern alter Zustände aber ist nicht nur kein Fortschritt. Die Sehnsucht nach der Nicht-Veränderung ist auch Ausweis einer geistigen Sesshaftwerdung, die Teil jenes Problems ist, die die pandemische Verbreitung des Corona-Virus erst möglich macht. Bemerkenswert ist der ideologieübergreifende Rückgriff auf altbewährte Erklärungmuster. Auch die zeigen Fortdauern, aber keinen Fortschritt. Dabei wären gerade in einer Krise wie der Corona-Pandemie Phantasie und Visionen gefragt, ein echter geistiger Fortschritt zu neuer Erkenntnis.

Wartezeit (Bei Euch – Folge 68 – 6.2.2021)

Bei Euch
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Wartezeit (Bei Euch – Folge 68 – 6.2.2021)
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Melancholie kann eine Quelle der Inspiration und Kreativität sein. Langeweile auch. Die Menschen aber scheinen das Warten verlernt zu haben. Warum ist kein Impfstoff da? Wieso wird so langsam geimpft? – so schallt es durch die Gazetten der Gesellschaft. In ähnlicher Weise heißt es in der Kirche – zumindest im Erzbistum Köln am Beginn des Jahres 2021: Raus mit der Akte – obschon für den 18.3.2021 die Veröffentlichung eines Gutachtens angesagt ist. Ob die Versprechungen hier wie dort eingehalten werden? Das wird sich zeigen. Jetzt aber ist Wartezeit – eine Zeit, in der die Kreativität blühen könnte für Visionen einer Zukunft nach Corona. Das aber wäre ein arbeitendes Warten. Auf der Couch und vor dem Screen ist es einfacher, zu fordern, statt sich selbst zu fördern …

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT IV

Theocast
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Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT IV
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Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer? In Folge 4 geht es um die Entwicklung der eschatologischen Theologie bei Paulus. Die ist gerade auf dem Hintergrund seiner persönlichen Biographie interessant. In diesem Zusammenhang nimmt der Vortrag auch Bezug und Stellung zu aktuellen Hypothesen um die Person und die Rolle des Paulus für die frühe Kirche. Ohne Zweifel handelt es sich bei ihm um einen frühchristlichen Theologen, der alleine aufgrund der von ihm überlieferten Briefe bis in die Gegenwart wirksam ist. Dabei zeigen die Briefe aber auch, dass die Theologie des Paulus kein eratischer Block ist, sondern eher ein „Work in Progress“, eine reflektive Entwicklung auf der Grundlage eines – mitunter streitbaren – Austausches mit anderen Glaubenden: Wo eine Frage beantwortet ist, harren neue Fragen auf Antworten. So entwickelt sich auch die paulinische Eschatologie – eine Theologie, die gerade in ihrer Entwicklung beispielgebend für das Theologietreiben in der Gegenwart ist.

Beten lernen mit Jesus – Das Vaterunser (Glaubensinformation)

Glaubensinformation
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Beten lernen mit Jesus – Das Vaterunser (Glaubensinformation)
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Das Vaterunser ist das zentrale Gebet, das Christen aller Konfessionen vereint. Die Bibel überliefert es in zwei Versionen im Matthäus- und im Lukasevangelium. Die liturgische Fassung, die als Gebet bekannt ist, bildet eine Zusammenfassung beider Versionen. Vor gut drei Jahren ist durch eine Äußerung Papst Franziskus‘ vor allem die sogenannte sechste Bitte („Und führe uns nicht in Versuchung“) in den Fokus der Diskussionen geraten. Ausgangspunkt ist die Frage, ob Gott überhaupt in Versuchung führen kann. Tatsächlich spricht die Bibel verschiedentlich davon, dass Menschen von Gott auf die Probe gestellt werden. Trotzdem spricht der Papst davon, dass er lieber beten würde „und führe uns durch die Versuchung“. Kann man aber das Vater unser, das ja das Gebet Jesu ist, einfach ändern? Geht es da nicht um mehr als um bloße Übersetzungsfragen?

Melancholie (Bei Euch – Folge 67 – 1.2.2021)

Bei Euch
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Melancholie (Bei Euch – Folge 67 – 1.2.2021)
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Corona ist eine Kränkung. Neben der konkreten Gefahr an Covid19 zu erkranken, führt das SARS-CoV-2-Virus dem Menschen seine Verletzlichkeit vor Augen. In Theologie und Philosophie wird das als Kontingenzerfahrung bezeichnet: Das Sein ist eine nicht notwendige Möglichkeit. Nichts ist selbstverständlich, das Ende immer nah. Das ist die Situation, in der Melancholie entsteht – jene Empfindung, die nicht zwingen depressiv ist, aber doch zu ihre führen kann, gleichzeitig zu allen Zeiten aber auch Quelle der Kreativität gewesen ist. Vielleicht werden zukünftige Generationen auf diese Zeit als einer Wendezeit zurückschauen. Neujustierungen werden notwendig – fiskalisch, sozial, wirtschaftlich. Eines ist klar: Auch die Corona-Pandemie gehört zu den Krisen, die „Seismograph des Sozialen“ sind (Malte Thießen).

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT III

Theocast
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Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT III
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Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer? In Folge 3 geht es um die Übersetzung der urkirchlichen Überlieferung in Glaubensformeln und Lieder. Formeln und Lieder spielen in vielen Überlieferungsprozessen eine zentrale Rolle, dienen sie doch nicht nur der Memorierbarkeit, sonder auch auch der unverfälschten Weitergabe von Inhalten. Das spielt auch bei der Überlieferung des christlichen Glaubens von Beginn an eine bedeutende Rolle. Schon früh findet das christliche Bekenntnis eine formelhafte Ausprägung – wie etwa die frühchristliche Bekenntnisformel in 1 Korinther 15,3-5 zeigt.

Zumutungen (Bei Euch – Folge 66 – 23.1.2021)

Bei Euch
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Zumutungen (Bei Euch – Folge 66 – 23.1.2021)
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Nach fast einem Jahr Corona-Pandemie haben viele Menschen keine Lust mehr. Das Januar-Loch, das sich nach den weihnachtlichen Festlichkeiten und den Partys zum Jahreswechsel alljährlich öffnet, tut ein Übriges. Die durch zur Eindämmung des Sars-CoV-2-Virus notwendig gewordenen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen belasten die Menschen. Soloselbstständige, Künstler und Gastronomen bangen um ihre Existenz, während andere der Kränkung menschlichen Machbarkeitsstrebens durch Ausflüge in winterliche Märchenlandschaften entweichen wollen. Die Herausforderung aber bleibt. Corona ist eine Krise. Wie in allen Krisen gibt es diese Phase der Depression, die Zumutung und Herausforderung zugleich ist. In ihr gilt es durch- und zusammenzuhalten und zu lernen, selbst so zu leben, dass man nicht auf Kosten der Anderen lebt. Das wird insbesondere in dem Interview mit dem Leiter der Krankenhausseelsorge Wuppertal, Pfr. Dr. Reiner Nieswandt deutlich.

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT II

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Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT II
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Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer? In Folge 2 geht es um die Verkündigung Jesu und die Überlieferung der Urgemeinde. Im Mittelpunkt stehen hier die Evangelien, in denen diese Überlieferungen Eingang gefunden haben. Dabei muss man neben der Verkündigung Jesu in der Überlieferung der Urgemeinde sowohl die Berichte vom leeren Grab als auch die über die Begegnungen mit dem Auferstandenen unterscheiden. Letztere lassen sich außerdem in eine galiläische Tradition und eine mit Jerusalem verbundene Überlieferung unterscheiden. Es wird außerdem deutlich, dass die Evangelien auch den Zweifel thematisieren – etwa in der Frage, was das leere Grab bedeutet. Es ist dieser Zweifel, der nicht nur das Ringen um Verstehen deutlich macht, sondern auch gerade deshalb zeigt, dass das Bekenntnis zur Auferstehung des Gekreuzigten des Glaubens würdig ist.

Jesus, der Christus – Wahrer Mensch und wahrer Gott (Glaubensinformation)

Glaubensinformation
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Jesus, der Christus – Wahrer Mensch und wahrer Gott (Glaubensinformation)
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Die Erfahrung, dass der am Kreuz hingerichtete Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden ist, weckte unmittelbar die Frage danach, wer dieser Mann ist. Bereits im Neuen Testament reift die Erkenntnis, dass Gott selbst in Jesus Christus wirksam war. Die theologische Reflexion der ersten Jahrhunderte führt dann schließlich zu dem Bekenntnis, dass Jesus Christus wahrer Gott und wahrer Mensch ist – ein Bekenntnis, dass ohne die Auferstehung vom Kreuzestod undenkbar, für das Christentum gleichzeitig aber fundamental ist. Aus diesem Bekenntnis ergeben sich weitere Fragen: Was kann über den historischen Jesus gesagt werden?

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT I

Theocast
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Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT I
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Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer? In Folge 1 geht es um Jenseitsvorstellungen im vorchristlicher Zeit, das Entstehen des Auferstehungsglaubens im Judentum und die Frage der zentralen Bedeutung des Glaubens an die Auferstehung des Gekreuzigten. Dieser Glaube bedarf der Begründung und der theologischen Reflexion. So wird deutlich: Das Bekenntnis zum vom Kreuzestod Auferstandenen beinhaltet ein begründetes Paradox, das zum Fundament des christlichen Glaubens wird.