Gegen den Strom (Bei Euch – Folge 87 – 8.9.2021)

Fakten kennen keine Gefühle, Zahlen und Daten auch nicht. Es sind Gegebenheiten, mit denen der Mensch sich abfinden und auseinandersetzen muss. Die Aufgabe der Interpretation ist dabei nicht einfach frei. Zahlen, Daten und Fakten bestimmen die Spielregeln, methodisch anerkannte Schlussverfahren ebenso, vor allem aber die Regularien der Logik und Wahrscheinlichkeit. Befindlichkeiten jedenfalls können bestenfalls zur Kenntnis genommen werden. Der wissenschaftliche Mainstream ist dabei nicht ohne Bedeutung, spiegelt sich in ihm doch der Konsens der geltenden, im Diskurs errungenen Auffassung wider. Sicher kann eine Einzelmeinung hier einen kritischen Neuanfang bedeuten. Aber auch sie wird, wenn sie Wahrheit in sich trägt, früher oder später zum Mainstream werden. Das Entscheidende ist deshalb der wissenschaftliche Konsens, der sich aufgrund des natürlichen Zweifels immer wieder neu bilden muss. So entsteht Fortschritt der Erkenntnis.

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Gegen den Strom (Bei Euch - Folge 87 - 8.9.2021)
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Fakten kennen keine Gefühle, Zahlen und Daten auch nicht. Es sind Gegebenheiten, mit denen der Mensch sich abfinden und auseinandersetzen muss. Die Aufgabe der Interpretation ist dabei nicht einfach frei. Zahlen, Daten und Fakten bestimmen die Spielregeln, methodisch anerkannte Schlussverfahren ebenso, vor allem aber die Regularien der Logik und Wahrscheinlichkeit. Befindlichkeiten jedenfalls können bestenfalls zur Kenntnis genommen werden. Der wissenschaftliche Mainstream ist dabei nicht ohne Bedeutung, spiegelt sich in ihm doch der Konsens der geltenden, im Diskurs errungenen Auffassung wider. Sicher kann eine Einzelmeinung hier einen kritischen Neuanfang bedeuten. Aber auch sie wird, wenn sie Wahrheit in sich trägt, früher oder später zum Mainstream werden. Das Entscheidende ist deshalb der wissenschaftliche Konsens, der sich aufgrund des natürlichen Zweifels immer wieder neu bilden muss. So entsteht Fortschritt der Erkenntnis.

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Vorsicht! (Bei Euch – Folge 86 – 14.8.2021)

Im Straßenverkehr nur auf die eigene Befindlichkeit zu setzen, kann entweder teuer werden oder sogar tödlich enden. Dabei geht es nicht nur über die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Auch die Rechte der anderen müssen in die eigenen Entscheidungen einbezogen werden. Das Stichwort heißt „Antizipation“ – Vorausschauen, Vorsicht eben. Wer vorausschauend handelt und Weitsicht beweist, wird nicht nur im Straßenverkehr sicherer ans Ziel gelangen. Auch in den privaten wie sozialen Entscheidungen, die in Gesellschaft und Kirche immer wieder zu treffen sind, wäre Weit- und Voraussicht ein wichtiges Kriterium. Gegenwärtig aber scheint hier wie dort der Horizont vieler aber nur bis zum eigenen Brett vor dem Kopf zu reichen …

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Im Straßenverkehr nur auf die eigene Befindlichkeit zu setzen, kann entweder teuer werden oder sogar tödlich enden. Dabei geht es nicht nur über die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Auch die Rechte der anderen müssen in die eigenen Entscheidungen einbezogen werden. Das Stichwort heißt „Antizipation“ – Vorausschauen, Vorsicht eben. Wer vorausschauend handelt und Weitsicht beweist, wird nicht nur im Straßenverkehr sicherer ans Ziel gelangen. Auch in den privaten wie sozialen Entscheidungen, die in Gesellschaft und Kirche immer wieder zu treffen sind, wäre Weit- und Voraussicht ein wichtiges Kriterium. Gegenwärtig aber scheint hier wie dort der Horizont vieler aber nur bis zum eigenen Brett vor dem Kopf zu reichen …

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Grauenland (Bei Euch – Folge 85 – 24.7.2021)

Corona-Pandemie, dass der Mensch eher Teil der Natur ist, die mit ihren Kräften die Krone der Schöpfung in die Schranken weist. Dabei treten nach der Katastrophe wichtige Fragen zu Tage, wenn die Segnungen der Digitalität angesichts der Zerstörung der Infrastruktur den Verlust analoger Fähigkeiten offenlegen oder die überbordende Solidarität ihre Grenzen an einer entweder nicht vorhandenen oder nicht bekannten Krisenorganisation findet. Wenn das nicht Tage sind, an denen man die Politik ändern sollte …

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Kultur ist der fragile Firnis, mit der der Mensch versucht, der Natur Herr zu werden. Die Unwetterkatastrophe vom 14.7.2021 zeigt freilich wie auch die Corona-Pandemie, dass der Mensch eher Teil der Natur ist, die mit ihren Kräften die Krone der Schöpfung in die Schranken weist. Dabei treten nach der Katastrophe wichtige Fragen zu Tage, wenn die Segnungen der Digitalität angesichts der Zerstörung der Infrastruktur den Verlust analoger Fähigkeiten offenlegen oder die überbordende Solidarität ihre Grenzen an einer entweder nicht vorhandenen oder nicht bekannten Krisenorganisation findet. Wenn das nicht Tage sind, an denen man die Politik ändern sollte …

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Body Count (Bei Euch – Folge 84 – 10.7.2021)

Erlittenes Unrecht kann nicht ungeschehen gemacht, wohl aber vergolten werden. Wo die Gerechtmachung ausbleibt, werden die Leichen im Keller lebendig werden. Rachegelüste sind dabei verständlich, führen aber oft nur in eine Spirale der Gewalt. Deshalb muss dort, wo Unrecht geschieht, nicht nur das Leid anerkannt, sondern echte Gerechtigkeit geschaffen werden, soll sich die Geschichte nicht bis in alle Ewigkeit wiederholen. Das gilt für die Geschichte der Menschheit im Allgemeine, für die Kirche aber, die „Zeichen und Werkzeug für die innigste Verbindung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ (2. Vatikanisches Konzil, Lumen gentium 1) sein will, eine geradezu existentielle Frage: Eine Kirche, in der das Unrecht des Missbrauchs nicht aufgedeckt wird und den Betroffenen Gerechtigkeit verschaffen wird, hört auf, Kirche zu sein. Eine Kirche aber, die in der Behauptung der eigenen Erwähltheit Unmenschliches zulässt, stellt sich gegen Gott, der sagt: „Mein ist die Rache, ich will Vergeltung“ (Deuteronomium 32,35). Nie war die Prophetie des Amos so aktuell wie heute: „Das Fest der Faulenzer ist vorbei!“ (Amos 6,7)

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Erlittenes Unrecht kann nicht ungeschehen gemacht, wohl aber vergolten werden. Wo die Gerechtmachung ausbleibt, werden die Leichen im Keller lebendig werden. Rachegelüste sind dabei verständlich, führen aber oft nur in eine Spirale der Gewalt. Deshalb muss dort, wo Unrecht geschieht, nicht nur das Leid anerkannt, sondern echte Gerechtigkeit geschaffen werden, soll sich die Geschichte nicht bis in alle Ewigkeit wiederholen. Das gilt für die Geschichte der Menschheit im Allgemeine, für die Kirche aber, die „Zeichen und Werkzeug für die innigste Verbindung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ (2. Vatikanisches Konzil, Lumen gentium 1) sein will, eine geradezu existentielle Frage: Eine Kirche, in der das Unrecht des Missbrauchs nicht aufgedeckt wird und den Betroffenen Gerechtigkeit verschaffen wird, hört auf, Kirche zu sein. Eine Kirche aber, die in der Behauptung der eigenen Erwähltheit Unmenschliches zulässt, stellt sich gegen Gott, der sagt: „Mein ist die Rache, ich will Vergeltung“ (Deuteronomium 32,35). Nie war die Prophetie des Amos so aktuell wie heute: „Das Fest der Faulenzer ist vorbei!“ (Amos 6,7)

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Déjà vu (Bei Euch – Folge 83 – 26.6.2021)

Wiederholt sich im Corona-Sommer 2021 die Erfahrung des Corona-Sommers 2020? Niedrige Inzidenzwerte, offene Biergärten und die Fußball-EM lassen die Herausforderungen vergessen, denen man sich noch vor wenigen Wochen ausgesetzt sah. Ähnlich war es vor Jahresfrist, als man nach der ersten Welle dachte, man hätte das Virus im Griff und man sehe Licht am Ende des Tunnels, um dann doch überrascht zu sein, dass Menschen aus dem Urlaub tatsächlich zurückkehren und Mutanten im Gepäck haben. Ob man aus diesen Erfahrungen gelernt hat, wird sich zeigen – denn nach den Ferien werden die Schulen wieder öffnen. Kinder und Jugendlich und noch viele Ungeimpfte sind dem Deltavirus noch ausgeliefert. Es wäre Zeit, jetzt zu handeln – und nicht nur dort!

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Wiederholt sich im Corona-Sommer 2021 die Erfahrung des Corona-Sommers 2020? Niedrige Inzidenzwerte, offene Biergärten und die Fußball-EM lassen die Herausforderungen vergessen, denen man sich noch vor wenigen Wochen ausgesetzt sah. Ähnlich war es vor Jahresfrist, als man nach der ersten Welle dachte, man hätte das Virus im Griff und man sehe Licht am Ende des Tunnels, um dann doch überrascht zu sein, dass Menschen aus dem Urlaub tatsächlich zurückkehren und Mutanten im Gepäck haben. Ob man aus diesen Erfahrungen gelernt hat, wird sich zeigen – denn nach den Ferien werden die Schulen wieder öffnen. Kinder und Jugendlich und noch viele Ungeimpfte sind dem Deltavirus noch ausgeliefert. Es wäre Zeit, jetzt zu handeln – und nicht nur dort!

Dass das derart Private immer auch politisch ist, kann man zur Zeit bei der Fußball EM sehen. Die UEFA scheint ein Staat ohne Territorium zu sein. Kann so etwas gut gehen? Auch in der Kirche ist Gemeinschaft wieder einmal nur ein Lippenbekenntnis. Wohin also geht die Welt in diesen Zeiten und wohin die Kirche? Alles schon mal dagewesen? Bestimmt. Aber wie so oft wurde aus Erfahrungen nur wenig gelernt …

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Hidigeigei (Bei Euch – Folge 82 – 12.6.2021)

Wenn der Schritt nach vor zu einem Schritt zurück wird, ist es Zeit, genau hinzusehen. Der Papst nimmt das Rücktrittsgesuch von Reinhard Kardinal Marx nicht an – mit der Aufforderung, „das Fleisch auf den Grill zu legen“. Viele Kommentatoren üben sich da schon schnell in geistlichen Verklärungen einer vermeintlich jesuitischen Dialektik. Tatsächlich aber wird hier der Versuch der Verantwortungsdelegation zurückgewiesen: Die Suppe, die man sich oder andere einem einbrockt haben, muss schon selbst ausgelöffelt werden. Statt sich also wie die Katze schnell vom heißen Blechdach von dannen zu machen, müssen die heißen Eisen selbst angefasst werden – ein Auftrag, der in der Kirche offenkundig nicht leichter ist als in der Politik. Dort allerdings kann ein strategisches Bauernopfer durchaus eine veritable Volte sein … aber auch eine Grube, die man sich selbst gräbt. Manche Leiche im Keller fängt eben doch früher oder später an zu stinken …

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Wenn der Schritt nach vor zu einem Schritt zurück wird, ist es Zeit, genau hinzusehen. Der Papst nimmt das Rücktrittsgesuch von Reinhard Kardinal Marx nicht an – mit der Aufforderung, „das Fleisch auf den Grill zu legen“. Viele Kommentatoren üben sich da schon schnell in geistlichen Verklärungen einer vermeintlich jesuitischen Dialektik. Tatsächlich aber wird hier der Versuch der Verantwortungsdelegation zurückgewiesen: Die Suppe, die man sich oder andere einem einbrockt haben, muss schon selbst ausgelöffelt werden. Statt sich also wie die Katze schnell vom heißen Blechdach von dannen zu machen, müssen die heißen Eisen selbst angefasst werden – ein Auftrag, der in der Kirche offenkundig nicht leichter ist als in der Politik. Dort allerdings kann ein strategisches Bauernopfer durchaus eine veritable Volte sein … aber auch eine Grube, die man sich selbst gräbt. Manche Leiche im Keller fängt eben doch früher oder später an zu stinken …

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Wendepunkte? (Bei Euch – Folge 81 – 5.6.2021)

Sind tote Punkte Wendepunkte? Zumindest erhofft das der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx. Rein mathematisch gesehen ist das aber nur eine Möglichkeit. Tote Punkte sind Punkte bei denen die Ableitung einer Funktion 0 beträgt. Das können Wendepunkte, aber auch Sattelpunkte sein, nach denen eine vorherige Entwicklung weitergeht – manchmal sogar noch rasanter. Die Hoffnung, ein toter Punkt, an den man gelangt ist, könnte die Wende bedeuten, ist möglicherweise trügerisch. Dass tote Punkte Hoffnung hervorbringen, ist freilich in Kirche wie Gesellschaft typisch. In Israel wird durch eine neue Koalition, an der auch eine Partei arabischer Israelis beteiligt ist, die zwölfjährige Regierung Netanjahus beendet. Wird die disparate neue Koalition aber halten? Bringt sie die Wende oder nur neue Spaltungen? Bringt der Rücktritt eines prominenten Kardinals die Wende oder bewirkt sie nur die Beschleunigung des Niedergangs? Fakt ist, dass Lippenbekenntnisse alleine nicht reichen. Die Wende muss getan werden. Verantwortlich dafür ist … jede und jeder! Verantwortung aber kann nicht delegiert werden.

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Sind tote Punkte Wendepunkte? Zumindest erhofft das der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx. Rein mathematisch gesehen ist das aber nur eine Möglichkeit. Tote Punkte sind Punkte bei denen die Ableitung einer Funktion 0 beträgt. Das können Wendepunkte, aber auch Sattelpunkte sein, nach denen eine vorherige Entwicklung weitergeht – manchmal sogar noch rasanter. Die Hoffnung, ein toter Punkt, an den man gelangt ist, könnte die Wende bedeuten, ist möglicherweise trügerisch. Dass tote Punkte Hoffnung hervorbringen, ist freilich in Kirche wie Gesellschaft typisch. In Israel wird durch eine neue Koalition, an der auch eine Partei arabischer Israelis beteiligt ist, die zwölfjährige Regierung Netanjahus beendet. Wird die disparate neue Koalition aber halten? Bringt sie die Wende oder nur neue Spaltungen? Bringt der Rücktritt eines prominenten Kardinals die Wende oder bewirkt sie nur die Beschleunigung des Niedergangs? Fakt ist, dass Lippenbekenntnisse alleine nicht reichen. Die Wende muss getan werden. Verantwortlich dafür ist … jede und jeder! Verantwortung aber kann nicht delegiert werden.

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Audiatur et altera pars (Bei Euch – Folge 80 – 25.5.2021)

Konflikte lösen selbst bei denen, die nicht unmittelbar beteiligt sind, häufig den Reflex der Parteinahme aus. Das gilt für internationale Konflikte ebenso wie für Konflikte im unmittelbar zwischenmenschlichen Bereich. Dabei liegt eine Ursache für Konflikte häufig in der mangelnden Fähigkeit begründet, die Dinge aus einer anderen Perspektive, vor allem aus dem Blickwinkel der Gegner, zu betrachten. Deren Bedürfnisse, Sichtweisen oder Sehnsüchte werden so bekämpft, oft ohne, dass sie verstanden würden. Das alte Rechtsprinzip des „Audiatur et altera pars“ – Höre auch den anderen Teil! – könnte hier helfen; vor allem aber denen, die nicht unmittelbar am Konflikt beteiligt sind und so möglicherweise als Vermittler auftreten könnten. Wer allerdings voreilig Partei nimmt, kann nicht mehr vermitteln – im Kleinen wie im Großen.

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Audiatur et altera pars (Bei Euch - Folge 80 - 25.5.2021)
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#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Konflikte lösen selbst bei denen, die nicht unmittelbar beteiligt sind, häufig den Reflex der Parteinahme aus. Das gilt für internationale Konflikte ebenso wie für Konflikte im unmittelbar zwischenmenschlichen Bereich. Dabei liegt eine Ursache für Konflikte häufig in der mangelnden Fähigkeit begründet, die Dinge aus einer anderen Perspektive, vor allem aus dem Blickwinkel der Gegner, zu betrachten. Deren Bedürfnisse, Sichtweisen oder Sehnsüchte werden so bekämpft, oft ohne, dass sie verstanden würden. Das alte Rechtsprinzip des „Audiatur et altera pars“ – Höre auch den anderen Teil! – könnte hier helfen; vor allem aber denen, die nicht unmittelbar am Konflikt beteiligt sind und so möglicherweise als Vermittler auftreten könnten. Wer allerdings voreilig Partei nimmt, kann nicht mehr vermitteln – im Kleinen wie im Großen.

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Ist das gerecht? (Bei Euch – Folge 79 – 15.5.2021)

Der Konflikt in Israel erfährt in den Maitagen des Jahres 2021 einen neuen Höhepunkt. Die Juden feiern am 16. Mai 2021 Shawuot, das Fest des der Übergabe der Thora. Christen feiern eine Woche später Pfingsten – das Fest der Sendung des Heiligen Geistes. Wo Gott mit den Menschen einen Bund schließt, sollten Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden herrschen. Aber es kein Friede. Neid und Missgunst, Enteignungen und Übervorteilungen schüren beständig den Konflikt im Kleinen wie im Großen. Gerechte Kriege kann es nicht geben, ein gerechter Friede müsste wachsen – und kann nur wachsen, wenn vernünftige Klugheit bisweilen den freiwilligen Verzicht auf eigentlich sichere Rechtsansprüche bewirkt …

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Der Konflikt in Israel erfährt in den Maitagen des Jahres 2021 einen neuen Höhepunkt. Die Juden feiern am 16. Mai 2021 Shawuot, das Fest des der Übergabe der Thora. Christen feiern eine Woche später Pfingsten – das Fest der Sendung des Heiligen Geistes. Wo Gott mit den Menschen einen Bund schließt, sollten Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden herrschen. Aber es kein Friede. Neid und Missgunst, Enteignungen und Übervorteilungen schüren beständig den Konflikt im Kleinen wie im Großen. Gerechte Kriege kann es nicht geben, ein gerechter Friede müsste wachsen – und kann nur wachsen, wenn vernünftige Klugheit bisweilen den freiwilligen Verzicht auf eigentlich sichere Rechtsansprüche bewirkt …

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Identitäten (Bei Euch – Folge 78 – 8.5.2021)

Was ist der Mensch? Was macht seine Identität aus? Der Mensch ist so viel mehr als die Summe seiner einzelnen Eigenschaften. In der gegenwärtigen Identitätsdebatte aber wird von allen Seiten eine Reduktion vorgenommen, die bei nicht nur bei näherer Betrachtung eher spaltet als versöhnt. Wenn wir begreifen, dass unsere Identitäten sich immer aus vielen verschiedenen Facetten zusammensetzen, die sich gerade nicht auf Äußerlichkeiten reduzieren lassen, dann könnten auch alte schwarze Männer Texte junger weißer People of no Colour übersetzen. Kann sich eine Menschheit weiter solche Trennungen leisten, die letztlich die Freiheit aller – global wie generationenübergreifend – gefährdet? Der Mensch sei Mensch – das zu begreifen scheint die größte intellektuelle Herausforderung der Gegenwart zu sein. Wenn der Mensch zum Menschen wird, werden wir begreifen, wie vielfältig uns lebendig Menschsein ist und wie gerade diese Vielfalt die Beschränkungen des eigenen Ichs komplementär ergänzt und bereichert. Eines nämlich ist immer klar: Gegenüber dem Ganzen ist der oder die Einzelne immer eine Minderheit – und eine verschwindend geringe noch dazu …

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Was ist der Mensch? Was macht seine Identität aus? Der Mensch ist so viel mehr als die Summe seiner einzelnen Eigenschaften. In der gegenwärtigen Identitätsdebatte aber wird von allen Seiten eine Reduktion vorgenommen, die bei  nicht nur bei näherer Betrachtung eher spaltet als versöhnt. Wenn wir begreifen, dass unsere Identitäten sich immer aus vielen verschiedenen Facetten zusammensetzen, die sich gerade nicht auf Äußerlichkeiten reduzieren lassen, dann könnten auch alte schwarze Männer Texte junger weißer People of no Colour übersetzen. Kann sich eine Menschheit weiter solche Trennungen leisten, die letztlich die Freiheit aller – global wie generationenübergreifend – gefährdet? Der Mensch sei Mensch – das zu begreifen scheint die größte intellektuelle Herausforderung der Gegenwart zu sein. Wenn der Mensch zum Menschen wird, werden wir begreifen, wie vielfältig uns lebendig Menschsein ist und wie gerade diese Vielfalt die Beschränkungen des eigenen Ichs komplementär ergänzt und bereichert. Eines nämlich ist immer klar: Gegenüber dem Ganzen ist der oder die Einzelne immer eine Minderheit – und eine verschwindend geringe noch dazu …

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