Geht, ihr seid gesendet!
Jeweils zum 1. Advent feiern die Katholische Citykirche Wuppertal und die Evangelische Citykirche Elberfeld zu Beginn des Kirchenjahres einen ökumenischen Gottesdienst. In diesem Jahr ist der G0ttesdienst außerdem Teil der Andachtsreihe „Bewegung hin zu etwas“. Pastoralreferent Dr. Werner Kleine hält die Predigt über die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth.
Endzeit ist eigentlich immer! – ein neuer Blick auf die Offenbarung des Johannes (Glaubensinformation)
Vielfach wird die Offenbarung des Johannes, die auch als „Johannesapokalypse“ bezeichnet wird, als visionäre Schilderung endzeitlicher Ereignisse aufgefasst. Man sucht dann in ihr Anzeichen und Hinweise für den Beginn der endzeitlichen Apokalypse. Tatsächlich lassen sich in der Geschichte immer wieder Ereignisse finden, die in der Offenbarung des Johannes vorhergesagt erscheinen. Endzeit ist so eigentlich immer. Liegt das daran, dass die Visionen des Johannes ihre Erfüllung finden? Oder nutzt der Autor der Johannesoffenbarung apokalyptische Muster, die zwischen Gut und Böse, Hell und Dunkel unterscheiden, um ein ganz anderes Ziel zu verfolgen? Ein näherer Blick zeigt, dass sich die Offenbarung des Johannes an eine Gruppe verfolgter Christen richtet, die in einer konkreten Bedrohung getröstet und gestärkt werden sollen. Fast nebenbei kommt dabei ein interessantes Konzept des Verhältnisses von Zeit, Raum und Ewigkeit zum Vorschein.
Raum – Zeit – Ewigkeit … eine theologische Verhältnisbestimmung (Glaubensinformation)
Viele Religionen versuchen das Verhältnis von Zeit und Ewigkeit zu klären. Die biblische Tradition versteht Ewigkeit als pure, reine Gegenwart, die im Unterschied zurzeit kein Werden und Vergehen mehr kennt. Das aber hat Konsequenzen für den Auferstehungsglauben, speziell die Frage, wann und in welcher Weise sich die Auferstehung ereignet. Es ist bemerkenswert, wie „modern“ schon die biblischen Autoren sich mit diesen zeitphilosophischen Fragen beschäftigen, die auch aus theologischer Sicht bedeutsam sind. Sie betreffen dort nicht nur die Frage dessen, was nach dem Tod kommt; auch die Problematik des Verhältnisses von Gott und Mensch ist angesprochen und damit die Frage nach dem Verhältnis von Freiheit und göttlicher Allmacht.
„Ich richte meinen Bund auf zwischen mir und dir…“ (Gen 17,7) – Eine biblische Einführung in die Bundestheologie (Glaubensinformation)
Sowohl im Alten wie im Neuen Testament ist vom „Bund“ die Rede, wenn das Verhältnis zwischen Gott und Mensch beschrieben wird. Im Alten Testament wird von drei Bundesschlüssen berichtet, wenn Gott einen Bund mit Noach, dann Abraham und später mit Mose schließen wird. Für Christen kommt der „Neue“ Bund hinzu, den Gott in Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi besiegelt. Dr. Werner Kleine erschließt in dem Vortrag die biblische Bundestheologie, die auch eine Freiheitstheologie ist: Der Mensch darf sich nicht zurücklehnen und auf Gott verweisen. Als Bundespartner Gottes ist es an ihm, das, was ihm möglich ist, selbst zu tun.
Zur Freiheit befreit – über das Verhältnis von Evangelium und Gesetz (Glaubensinformation)
Zur Verkündigung des Paulus gehört auch die Rede der „Freiheit vom Gesetz“. Mit „Gesetz“ bezeichnet er die Thora, die Weisungen Gottes, die in den fünf Büchern Mose zu finden sind. Für Juden sind sie nicht nur heilige; die 613 Weisungen, die sich dort finden, bilden das Fundament des jüdischen Lebens. Paulus selbst fühlt sich der Thora verpflichtet. Sie ist auch aus seiner Sicht nicht abgeschafft. Durch Jesu Christi Auferstehung vom Kreuzestod entsteht für ihn aber ein theologisches Problem: Der Kreuzestod bewirkt nach der Thora den Zustand der Gottverlassenheit, die Auferstehung hingegen kann nur gottgewirkt sein. Aus diesem Paradox folgert Paulus, dass Gott selbst das Zeichen setzt, dass die Thora allein nicht gerecht macht. Das ist für ihn die Freiheit vom Gesetz und der Beginn der Mission der Nichtjuden, der Heiden.
Frieden über Israel
Die Solidargemeinschaft Wuppertal und der Freundeskreis Beer Sheva e.V. Luden anlässlich des terroristischen Angriffs durch die Hamas in Israel zu einer Solidaritätskundgebung auf, die am Dienstag, dem 10. Oktober 2023 um 17.30 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz in Wuppertal-Barmen stattfindet.
Hat Jesus Gemeinde gewollt? – Von der Jesusbewegung zu ersten Ansätzen einer kirchlichen Institutionalisierung (Glaubensinformation)
Dr. Werner Kleine erschließt das Thema aus der Sicht des Neuen Testamentes. Dabei wird nicht nur deutlich, dass Jesus selbst zwar eine gemeinschaftliche Bewegung, nicht aber Gemeinden gegründet hat. Das hat Folgen für das Kirchenbild und die Pastoral: Gemeinde kann nicht Ziel der Verkündigung sein, sondern bildet den Rahmen, in dem Verkündigung möglich ist. Eine Rückbesinnung auf die Wurzeln brächte die Kirchen wieder in Bewegung.
Schwestern, Brüder, Brüderer – Gedanken über das ent-täuschende Verhältnis von Klerikern und Laien (Glaubensinformation)
Zum gegenwärtigen Selbstverständnis der römisch-katholischen Kirche gehört auch das sogenannte „sakramentale Amt“, das sich in drei Stufen entfaltet: Diakon, Priester und Bischof. Als besonders problematisch erweist sich dabei immer wieder ein klerikales Selbstbewusstsein, dass in der Weihe eine seinsmäßige Erhöhung der Geweihten über die ungeweihten behauptet. So geht ein Riss durch das eine Volk Gottes, der Geweihte von Ungeweihten absondert – mit vielfältigen Folgen, die unter anderem für die gegenwärtige Krise der römisch-katholischen Kirche ursächlich sind. Ist da eine Reform möglich? Der Vortrag geht diesen Fragen nach und versucht auf der Grundlage der Bibel neue Sichtweisen zu finden.
Der christliche Glaube auf den Punkt gebracht – das Apostolische Glaubensbekenntnis (Glaubensinformation)
Der christliche Glaube besteht wesentlich auch im Ringen um vernünftiges Erkennen. So steht am Grund des christlichen Glaubens das historische Faktum des Kreuzestodes Jesu und die Erfahrung der Auferstehung, die in sich und an sich schon eine intellektuelle Herausforderung bedeutet. Insbesondere Paulus betont aber die Vernünftigkeit des Auferstehungsglaubens, aus dem heraus die Frage nach dem Wesen Jesu und damit der Ansatzpunkt eines theologischen Ringens entsteht, an dessen vorläufigem Zielpunkt im 4. Jahrhundert das Glaubensbekenntnis von Nicäa und Konstantinopel steht. Bereits früh entstehen von hierher kürzere Bekenntnisse, die vor allem in der Taufliturgie verwendet werden. Zu ihnen gehört das bekannte sogenannte „Apostolische Glaubensbekenntnis“, das im fünften Jahrhundert in Gallien entsteht und vor allem in der römischen Tradition als Taufbekenntnis Verwendung findet.
Zeit, Verantwortung zu übernehmen
Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen – in Kirche und Gesellschaft! – eine Kurzauslegung zu Hebräer 5,11-14