
Kreuzestod und Auferstehung Jesu sind das Fundament des christlichen Glaubens. Für heutige Zeitgenossen ist das diesem Fundament innewohnende Dilemma kaum mehr erkennbar. Dabei bedeutete der Kreuzestod, als Gottverlassener zu sterben. Es war ein Schandtod. Kein Messias durfte diesen Tod erleiden. Kein Wunder, dass der Koran Jesus nicht am Kreuz sterben lässt, obschon das historisch belegbar ist. Auch für die jüdischen Zeitgenossen Jesu bedeutete der Kreuzestod ein Skandalon, das im Widerspruch zum Anspruch des aufkeimenden christlichen Glauben stand, der in Jesus den Messias erkannte. Dieser Glaube beruht freilich auf dem Glauben an die Auferstehung des Gekreuzigten, die sich dem historischen Zugriff entzieht. Aber warum war der Kreuzestod ein Fluchtod? Und was ereignete sich an diesem letzten Tag im Leben Jesu?
Der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine rekonstruiert die historischen Ereignisse des letzten Tages Jesu aufgrund biblischer, aber auch außerbiblischer Quellen.
Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 2. April 2025 als Webinar stattgefunden hat.
Weiterführende Links und Informationen:
- Werner Kleine, Kleine ermittelt: Der Fall Judas, Youtube, 2.4.2023
- Werner Kleine und Till Magnus Steiner, Dei verbum direkt: Judas Ischarioth – Held, Verräter, Heilswerkzeug, Youtube, 13.4.2024
- Kath 2:30, Episode 18: Der Judaskuss, Youtube, 28.3.2011
- Werner Kleine, Wie leer war das Grab? – Alte und neue Fragen zur Auferstehung Jesu (Glaubensinformation), Youtube, 28.4.2022
- Werner Kleine, Galiläa oder Jerusalem – die Ambivalenz biblischer Auferstehungstraditionen (Glaubensinformation), Youtube, 11.4.2024
- Buchtipp: Gerhard Lohfink, Der letzte Tag Jesu: Was bei der Passion wirklich geschah, München 2007
- Bild „Ferse mit Nagel“ Judäa
- Bild „Ferse mit Nagel“ Großbritannien