Ärgernis, Torheit oder Heilszeichen – die Bedeutung des Kreuzes und das Christentum (Glaubensinformation)

Heutigen Christinnen und Christen ist der Schrecken, den das Kreuz zu Zeiten Jesu verbreitete, abhanden gekommen. Oft kommt er nur dann noch zur Sprache, wenn gegen Kreuze in öffentlichen Räumen mit der Begründung geklagt wird, dass dort ein Folterwerkzeug gezeigt werde. Und genau das ist das Kreuz. Die, die am Kreuz einen qualvollen Tod starben, galten in sich als von Gott Verlassene. Die frühen Christen rangen aufgrund der Auferstehung des gekreuzigten Jesus um das Verstehen des Kreuzestodes Jesu. Das Kreuz als christliches Symbol zu zeigen, kam ihnen aber nicht in den Sinn – gerade weil es ein Folterwerkzeug war. Die älteste öffentliche Kreuzigungsdarstellung entstammt so erst dem Beginn des 5. Jahrhunderts und ist heute noch sichtbar auf der Portaltür der Basilika Santa Sabina in Rom.

Glaubensinformation
Ärgernis, Torheit oder Heilszeichen - die Bedeutung des Kreuzes und das Christentum (Glaubensinformation)
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Heutigen Christinnen und Christen ist der Schrecken, den das Kreuz zu Zeiten Jesu verbreitete, abhanden gekommen. Oft kommt er nur dann noch zur Sprache, wenn gegen Kreuze in öffentlichen Räumen mit der Begründung geklagt wird, dass dort ein Folterwerkzeug gezeigt werde. Und genau das ist das Kreuz. Die, die am Kreuz einen qualvollen Tod starben, galten in sich als von Gott Verlassene. Die frühen Christen rangen aufgrund der Auferstehung des gekreuzigten Jesus um das Verstehen des Kreuzestodes Jesu. Das Kreuz als christliches Symbol zu zeigen, kam ihnen aber nicht in den Sinn – gerade weil es ein Folterwerkzeug war. Die älteste öffentliche Kreuzigungsdarstellung entstammt so erst dem Beginn des 5. Jahrhunderts und ist heute noch sichtbar auf der Portaltür der Basilika Santa Sabina in Rom.

In neutestamentlicher Zeit beschäftigt sich insbesondere Paulus mit dem Skandal des Kreuzes. Er weicht dem Schrecken des Kreuzes nicht aus, ringt aber doch um ein Verstehen – und er findet Antworten, die für den christlichen Glauben fundamental sind.

Pastoralreferent Dr. Werner Kleine führt in seinem Vortrag in die Bedeutung des Kreuzes und die Auferstehung des Gekreuzigten als Fundament des christlichen Glaubens ein.

Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 28. Februar 2024 als Webinar stattfand.

Weiterführende Links:

Hinabgestiegen in die Unterwelt – Apokryphe Auferstehungserzählungen (Glaubensinformation)

Kreuzestod und Auferstehung bilden die innere Mitte des christlichen Glaubens. Schon das älteste Glaubensbekenntnis, das im 1. Korintherbrief überliefert ist, formuliert dieses Fundament der Christenheit. Die Auferstehungsberichte in den Evangelien entfalten in merkwürdig vorsichtiger Erzählweise dieses zentrale Bekenntnis. Schon hier wird deutlich, dass die Erfahrung und Begegnung mit dem Auferstandenen selbst für die unmittelbaren Zeugen nicht einfach zu fassen und doch von solcher Realität ist, dass sie für sie zu einer Lebenswende wird. Es kann daher nicht verwundern, dass auch außerbiblisch viele Texte entstehen, die versuchen, die Auferstehung zu begreifen. Innerhalb der christlichen Überlieferung finden sich so zahlreiche apokryphe Auferstehungsevangelien (apokryph ist griechisch und heißt „verborgen“).

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Hinabgestiegen in die Unterwelt - Apokryphe Auferstehungserzählungen (Glaubensinformation)
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Kreuzestod und Auferstehung bilden die innere Mitte des christlichen Glaubens. Schon das älteste Glaubensbekenntnis, das im 1. Korintherbrief überliefert ist, formuliert dieses Fundament der Christenheit. Die Auferstehungsberichte in den Evangelien entfalten in merkwürdig vorsichtiger Erzählweise dieses zentrale Bekenntnis. Schon hier wird deutlich, dass die Erfahrung und Begegnung mit dem Auferstandenen selbst für die unmittelbaren Zeugen nicht einfach zu fassen und doch von solcher Realität ist, dass sie für sie zu einer Lebenswende wird. Es kann daher nicht verwundern, dass auch außerbiblisch viele Texte entstehen, die versuchen, die Auferstehung zu begreifen. Innerhalb der christlichen Überlieferung finden sich so zahlreiche apokryphe Auferstehungsevangelien (apokryph ist griechisch und heißt „verborgen“). Sie weisen auf eine lebendige und streitbare Überlieferung hin, in der immer wieder die Figuren Maria von Magdala und Petrus konkurrieren. Andererseits finden sich auch Texte, die von der Befreiung der Toten aus der Unterwelt durch den Auferstandenen erzählen. Es war eine lebendige Zeit, deren Echo bis heute nachwirkt. Der Abend stellt eine Auswahl dieser Texte vor, führt in ihr Verständnis ein und zeigt auf, wie sehr diese Schriften die christliche Vorstellungswelt bis heute beeinflussen.

Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 19. April 2023 als Webinar stattfand.

Weiterführende Links:

Erhöht am Kreuz – Die Passion nach Johannes (Glaubensinformation)

Das Johannesevangelium weist gegenüber den synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas) nicht nur eine andere Chronologie der Ereignisse auf; es durchdringt die bei den Synoptikern geschilderten Worte und Taten Jesu auf eine eigene theologische Weise. Nicht ohne Grund wird das Evangelium nach Johannes deshalb auch als „Midrasch“ – als Kommentierung der Synoptiker verstanden. Das gilt insbesondere auch für die Johannespassion, die in der römisch-katholischen Tradition die Karfreitagsliturgie jeden Jahres prägt. Die Passionserzählung erscheint bei Johannes als Drama der Findung der Wahrheit. Jesus erscheint als Souverän des Verfahrens, der nicht einfach hingerichtet wird, sondern gewissermaßen das Kreuz als Thron besteigt. Fragt Pilatus während des Prozesses noch nach dem, was Wahrheit ist, sieht Johannes diese Wahrheit am Kreuz offenbar werden. Trotz aller theologischen Reflexion weist die Johannespassion zahlreiche historische Bezüge auf – etwa auch zum römischen Prozesswesen. Das macht die Johannespassion aus: Sie ist auf der rein historischen Ebene relevant, für Glaubende ist sie darüberhinaus eine Quelle religiöser Erkenntnis.

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Erhöht am Kreuz - Die Passion nach Johannes (Glaubensinformation)
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Das Johannesevangelium weist gegenüber den synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas) nicht nur eine andere Chronologie der Ereignisse auf; es durchdringt die bei den Synoptikern geschilderten Worte und Taten Jesu auf eine eigene theologische Weise. Nicht ohne Grund wird das Evangelium nach Johannes deshalb auch als „Midrasch“ – als Kommentierung der Synoptiker verstanden. Das gilt insbesondere auch für die Johannespassion, die in der römisch-katholischen Tradition die Karfreitagsliturgie jeden Jahres prägt. Die Passionserzählung erscheint bei Johannes als Drama der Findung der Wahrheit. Jesus erscheint als Souverän des Verfahrens, der nicht einfach hingerichtet wird, sondern gewissermaßen das Kreuz als Thron besteigt. Fragt Pilatus während des Prozesses noch nach dem, was Wahrheit ist, sieht Johannes diese Wahrheit am Kreuz offenbar werden. Trotz aller theologischen Reflexion weist die Johannespassion zahlreiche historische Bezüge auf – etwa auch zum römischen Prozesswesen. Das macht die Johannespassion aus: Sie ist auf der rein historischen Ebene relevant, für Glaubende ist sie darüberhinaus eine Quelle religiöser Erkenntnis.

Der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine erschließt an diesem Abend den johanneischen Passionsbericht.

Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 29.3.2023 als Webinar stattfand.

Material zur Folge:

  • Griechischer Urtext Joh 18,37 „Du sagst es“

Wie man im Streit Versöhnung sät – Eine Einführung in den 2. Korintherbrief – Folge 2

In Folge 2 „Spannende Wechselbeziehung“ geht es die Darstellung der wechselseitigen Bedeutsamkeit der Beziehung von Paulus und der Gemeinde, die aus paulinischer Sicht eschatologisch relevant ist.

Theocast
Wie man im Streit Versöhnung sät – Eine Einführung in den 2. Korintherbrief – Folge 2
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Spannende Wechselbeziehungen – Paulus und die Gemeinde – 2 Kor 1,3-7,3

Das Verhältnis zwischen Paulus und der korinthischen Gemeinde ist nicht frei von Spannungen gewesen. Das spiegelt sich auch im 2. Korintherbrief wider, dem ein tiefgreifender Konflikt zwischen der Gemeinde und ihrem Gründervater vorausgegangen ist. Der Brief lässt erkennen, dass es wohl um den Umgang mit anvertrautem Geld ging – eben jener Kollekte für die „Armen in Jerusalem“, zu der sich Paulus auf dem Apostelkonzil verpflichtet hatte. Mit einer klugen kommunikativen Strategie, die im 2. Korintherbrief überliefert ist, sucht Paulus nicht nur die Versöhnung mit seinen korinthischen Kritikern; der Text selbst wird zu einem beredten Zeugnis über die wechselseitige Bedeutsamkeit von Apostel und Gemeinde. Konflikte zwischen Leitung und Gemeinde, die Suche nach Wegen zu deren Lösung und der Umgang mit Geld – kaum ein Text des Neuen Testaments spricht so in die aktuelle Problemlage der Kirche wie der 2. Korintherbrief.

Der Kurs wird deshalb ausgewählte Texte nicht nur aus historisch-kritischer Perspektive erarbeiten, sondern auch ihre herausfordernde Bedeutung für die Gegenwart erörtern.

In Folge 2 „Spannende Wechselbeziehung“ geht es die Darstellung der wechselseitigen Bedeutsamkeit der Beziehung von Paulus und der Gemeinde, die aus paulinischer Sicht eschatologisch relevant ist.

Gerecht gerichtet! – Was die Bibel über die letzten Dinge lehrt (Glaubensinformation)

Zu den zentralen Fragen, denen sich jeder Mensch ausgesetzt sieht, gehört die nach dem Ziel des Lebens und nach dem, was nach dem Tod kommt. In den heutigen Vorstellungen spielen dabei die mittelalterlich geprägten Bilder von Himmel und Hölle nach wie vor eine zentrale Rolle. Der Abend geht der Frage nach, was sich aus Sicht der modernen Theologie hinter Himmel, Hölle und Fegefeuer verbirgt und welche – biblisch begründeten – Antworten heute gegeben werden können. Es geht letztlich um nicht weniger als um die Frage einer letzten Gerechtigkeit – eine Hoffnung, die der christliche Glaube mit dem „jüngsten Gericht“ verbindet. Dr. Werner Kleine begibt sich auf eine biblische Spurensuche.

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Gerecht gerichtet! - Was die Bibel über die letzten Dinge lehrt (Glaubensinformation)
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Zu den zentralen Fragen, denen sich jeder Mensch ausgesetzt sieht, gehört die nach dem Ziel des Lebens und nach dem, was nach dem Tod kommt. In den heutigen Vorstellungen spielen dabei die mittelalterlich geprägten Bilder von Himmel und Hölle nach wie vor eine zentrale Rolle. Der Abend geht der Frage nach, was sich aus Sicht der modernen Theologie hinter Himmel, Hölle und Fegefeuer verbirgt und welche – biblisch begründeten – Antworten heute gegeben werden können. Es geht letztlich um nicht weniger als um die Frage einer letzten Gerechtigkeit – eine Hoffnung, die der christliche Glaube mit dem „jüngsten Gericht“ verbindet. Dr. Werner Kleine begibt sich auf eine biblische Spurensuche.

Mitschnitt der Glaubensinformation mit Pastoralreferent Dr. Werner Kleine, die am 9.11.2022 als Webinar stattfand.

Überliefern, was empfangen wurde – Glaubensformeln im NT (Glaubensinformation)

Bereits in den Anfängen des Christentums bildeten sich wenige Jahre nach Entstehen der ersten Gemeinden formelhafte Glaubensbekenntnisse heraus, die teilweise in den Schriften des Neuen Testamentes – vor allem in den Paulusbriefen – erhalten sind. Diese Glaubensformeln werden im Verlauf des Abends vorgestellt, in ihren historischen Kontext eingeordnet und inhaltlich erläutert. Auf diese Weise werden die Urwurzeln des christlichen Glaubens deutlich.

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Überliefern, was empfangen wurde - Glaubensformeln im NT (Glaubensinformation)
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Bereits in den Anfängen des Christentums bildeten sich wenige Jahre nach Entstehen der ersten Gemeinden formelhafte Glaubensbekenntnisse heraus, die teilweise in den Schriften des Neuen Testamentes – vor allem in den Paulusbriefen – erhalten sind. Diese Glaubensformeln werden im Verlauf des Abends vorgestellt, in ihren historischen Kontext eingeordnet und inhaltlich erläutert. Auf diese Weise werden die Urwurzeln des christlichen Glaubens deutlich.

Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 31. August 2022 als Webinar stattfand.

Weiterführende Links:

Wie leer war das Grab? – Alte und neue Fragen zur Auferstehung Jesu (Glaubensinformation)

Ist der Glaube an die Auferstehung selbst schon vorchristlich begründet, kommt mit dem Bekenntnis zu dem vom Kreuzestod Auferstandenen eine weitere Komponente hinzu. Die Konkretion der Auferstehungserfahrung bringt eine neue Qualität mit sich, die der intellektuellen Vergewisserung bedarf. Dieser Herausforderung stellen sich die neutestamentlichen Autoren ebenso wie der Frage nach der Bedeutung der Auferweckung des Gekreuzigten, die in sich ein Paradox birgt: Wenn Jesus als Gottverlassener stirbt und doch von Gott auferweckt wird, dann liegt in dem historischen Ereignis des Kreuzestodes eine tiefere Bedeutung, von der aus das Leben und Handeln des irdischen Jesus in einem neuen Licht erscheint. Das ist der Beginn der christlichen Theologie, deren Anfänge im Neuen Testament bezeugt sind. Braucht es dazu aber zwingend ein leeres Grab?

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Wie leer war das Grab? - Alte und neue Fragen zur Auferstehung Jesu (Glaubensinformation)
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Ist der Glaube an die Auferstehung selbst schon vorchristlich begründet, kommt mit dem Bekenntnis zu dem vom Kreuzestod Auferstandenen eine weitere Komponente hinzu. Die Konkretion der Auferstehungserfahrung bringt eine neue Qualität mit sich, die der intellektuellen Vergewisserung bedarf. Dieser Herausforderung stellen sich die neutestamentlichen Autoren ebenso wie der Frage nach der Bedeutung der Auferweckung des Gekreuzigten, die in sich ein Paradox birgt: Wenn Jesus als Gottverlassener stirbt und doch von Gott auferweckt wird, dann liegt in dem historischen Ereignis des Kreuzestodes eine tiefere Bedeutung, von der aus das Leben und Handeln des irdischen Jesus in einem neuen Licht erscheint. Das ist der Beginn der christlichen Theologie, deren Anfänge im Neuen Testament bezeugt sind. Braucht es dazu aber zwingend ein leeres Grab?

Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 27. April 2022 als Webinar stattfand.

Weiterführende Links:

Der König am Kreuz – Die Passion nach Lukas (Glaubensinformation)

Das Kreuz stellt dabei eine wichtige Zäsur dar: Jesus, der in seinem irdischen Leben das Reich Gottes in Wort und Tat verkündet hat, vermacht vor seinem Leiden und Sterben dieses Reich seinen Aposteln. Die gemeinsame Zeit ist eine Zeit der Zurüstung, in der die Jünger die Besonderheit des „Königtums“ Jesu erkennen sollen, der eben kein politischer Agitator ist.

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Der König am Kreuz - Die Passion nach Lukas (Glaubensinformation)
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Neben dem Evangelium verdankt sich auch die Apostelgeschichte der Feder des Evangelisten Lukas. Sein Doppelwerk ist von einer gegenläufigen Bewegung geprägt: Während in seinem Evangelium alles auf Jerusalem zuläuft, geht die Botschaft von der Auferstehung des Gekreuzigten in der Apostelgeschichte von Jerusalem bis an die Enden der Welt. Das Kreuz stellt dabei eine wichtige Zäsur dar: Jesus, der in seinem irdischen Leben das Reich Gottes in Wort und Tat verkündet hat, vermacht vor seinem Leiden und Sterben dieses Reich seinen Aposteln. Die gemeinsame Zeit ist eine Zeit der Zurüstung, in der die Jünger die Besonderheit des „Königtums“ Jesu erkennen sollen, der eben kein politischer Agitator ist. Mehrfach betont die lukanische Passionserzählung deshalb die Unschuld Jesu. Für die Jünger aber wird nach der Auferstehung eine neue Herausforderung anstehen: Die Verkündigung der Botschaft von der Auferstehung des Gekreuzigten – eine Aufgabe, die sich nach Lukas gerade nicht bruchlos an die öffentliche Verkündigung Jesu anschließt, sondern neues und eigene Antworten erfordert.

Der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine erschließt an diesem Abend den lukanischen Passionsbericht.

Mitschnitt der Glaubensinformation, die am 6. April 2022 als Webinar stattfand.

Identität und Gefährdung – Eine Einleitung in die Petrusbriefe – Folge 2

In Folge 2 steht der Text 1 Petrus 1,1-2,10 im Mittelpunkt. Wie in einer Bestandsaufnahme wird der Zustand der Gemeinde beschreiben. Sie ist geprägt von einer Hoffnung in herausfordernder Gegenwart. Die Herausforderung der Gemeinde, an die der Autor seinen Brief schreibt, besteht vor allem darin, die eigene Identität zu finden. Theologisch ebenso präzise wie anspruchsvoll entwickelt der Autor ein Verständnis der Gemeinde als neues Gottesvolk. Es ist bemerkenswert, wie die Gemeinde hier in die Theologie hineingenommen wird. Dieser Anspruch ist auch heute noch wegweisend: Nicht Marketing wird die Kirche beleben, sondern echte Theologie, die Rechenschaft über den Glauben ablegt (vgl. 1 Petrus 3,15).

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Identität und Gefährdung - Eine Einleitung in die Petrusbriefe - Folge 2
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Bestandsaufnahmen. Der Indikativ christlicher Existenz – 1 Petrus 1,1-2,10

In Folge 2 steht der Text 1 Petrus 1,1-2,10 im Mittelpunkt. Wie in einer Bestandsaufnahme wird der Zustand der Gemeinde beschreiben. Sie ist geprägt von einer Hoffnung in herausfordernder Gegenwart. Die Herausforderung der Gemeinde, an die der Autor seinen Brief schreibt, besteht vor allem darin, die eigene Identität zu finden. Theologisch ebenso präzise wie anspruchsvoll entwickelt der Autor ein Verständnis der Gemeinde als neues Gottesvolk. Es ist bemerkenswert, wie die Gemeinde hier in die Theologie hineingenommen wird. Dieser Anspruch ist auch heute noch wegweisend: Nicht Marketing wird die Kirche beleben, sondern echte Theologie, die Rechenschaft über den Glauben ablegt (vgl. 1 Petrus 3,15).

Materialen zur aktuellen Folge:

Himmel, Hölle, Fegefeuer. Was die Bibel über die Letzten Dinge lehrt – und was nicht! (Glaubensinformation)

Die Frage nach dem Ziel des Lebens und nach dem, was nach dem Tod kommt, gehört zu den zentralen Fra-gen, denen sich jeder Mensch ausgesetzt sieht. In den heutigen Vorstellungen spielen dabei die mittelalterlich geprägten Bilder von Himmel und Hölle nach wie vor eine zentrale Rolle. Der Abend geht der Frage nach, was sich aus Sicht der modernen Theologie hinter Himmel, Hölle und Fegefeuer verbirgt und welche – biblisch begründeten – Antworten heute gegeben werden können. Es geht letztlich um nicht weniger als um die Frage einer letzten Gerechtigkeit.

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Himmel, Hölle, Fegefeuer. Was die Bibel über die Letzten Dinge lehrt - und was nicht! (Glaubensinformation)
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Die Frage nach dem Ziel des Lebens und nach dem, was nach dem Tod kommt, gehört zu den zentralen Fra-gen, denen sich jeder Mensch ausgesetzt sieht. In den heutigen Vorstellungen spielen dabei die mittelalterlich geprägten Bilder von Himmel und Hölle nach wie vor eine zentrale Rolle. Der Abend geht der Frage nach, was sich aus Sicht der modernen Theologie hinter Himmel, Hölle und Fegefeuer verbirgt und welche – biblisch begründeten – Antworten heute gegeben werden können. Es geht letztlich um nicht weniger als um die Frage einer letzten Gerechtigkeit.

Mitschnitt der Glaubensinformation mit Dr. Werner Kleine, die am 17.11.2021 als Webinar stattfand.

Material zur Folge: