Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT II

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?
In Folge 2 geht es um die Verkündigung Jesu und die Überlieferung der Urgemeinde. Im Mittelpunkt stehen hier die Evangelien, in denen diese Überlieferungen Eingang gefunden haben. Dabei muss man neben der Verkündigung Jesu in der Überlieferung der Urgemeinde sowohl die Berichte vom leeren Grab als auch die über die Begegnungen mit dem Auferstandenen unterscheiden. Letztere lassen sich außerdem in eine galiläische Tradition und eine mit Jerusalem verbundene Überlieferung unterscheiden. Es wird außerdem deutlich, dass die Evangelien auch den Zweifel thematisieren – etwa in der Frage, was das leere Grab bedeutet. Es ist dieser Zweifel, der nicht nur das Ringen um Verstehen deutlich macht, sondern auch gerade deshalb zeigt, dass das Bekenntnis zur Auferstehung des Gekreuzigten des Glaubens würdig ist.

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Leben, Sterben, Auferstehen! - Eschatologische Vorstellungen im NT II
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GRUNDKURS NT I-2021

Folge 2: Erfahrungen der Ewigkeit

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?

Man muss nicht bis zum Jüngsten Tag warten, um erste Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Einiges findet sich schon in den neutestamentlichen Schriften – und manches davon ist erfreulich erfahrungsgesättigt. Der Kurs stellt an vier Abenden ausgewählte Textstellen vor und führt so in die Überlegungen und Schlussfolgerungen der frühesten Christen ein. Es wird deutlich werden, dass vieles auch heute noch Perspektiven eröffnet für einen Glauben, der, wie Paulus es sagen würde, wissen kann, dass die Hoffnung auf die Auferstehung nicht auf Sand gebaut ist, sondern auf festem Grund.

In Folge 2 geht es um die Verkündigung Jesu und die Überlieferung der Urgemeinde. Im Mittelpunkt stehen hier die Evangelien, in denen diese Überlieferungen Eingang gefunden haben. Dabei muss man neben der Verkündigung Jesu in der Überlieferung der Urgemeinde sowohl die Berichte vom leeren Grab als auch die über die Begegnungen mit dem Auferstandenen unterscheiden. Letztere lassen sich außerdem in eine galiläische Tradition und eine mit Jerusalem verbundene Überlieferung unterscheiden. Es wird außerdem deutlich, dass die Evangelien auch den Zweifel thematisieren – etwa in der Frage, was das leere Grab bedeutet. Es ist dieser Zweifel, der nicht nur das Ringen um Verstehen deutlich macht, sondern auch gerade deshalb zeigt, dass das Bekenntnis zur Auferstehung des Gekreuzigten des Glaubens würdig ist.

Mitschnitt des Vortrages und der anschließenden Diskussion, die am 22.1.2021 im Rahmen des Grundkurses NT I der Erzbischöflichen Bibel- und Liturgieschule Köln als Webinar stattfand. Den Vortrag hält Dr. Werner Kleine.

Materialblatt zur aktuellen Folge

Der Unberührbare! (Glaubensinformation)

Im Mittelpunkt der Evangelien stehen grundsätzlich die Passionserzählungen. Die Auferstehungsberichte wirken manchmal „wie angehängt“. Und doch wird in ihnen das Fundament des christlichen Glaubens grundgelegt. Jeder Evangelist hat dabei eigene Besonderheiten und Schwerpunkte. Das stellt die personale Begegnung mit dem Auferstandenen in das Zentrum. Dabei fällt auf, dass der Auferstanden, obschon den Menschen bekannt, äußerlich nicht sofort erkannt wird, sondern an Gesten, Zeichen oder seiner Stimme. Gerade im Johannesevangelium kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Der Auferstandene ist nicht mehr berührbar – und doch real gegenwärtig. Bei aller Kontinuität zwischen dem irdischen Leben und der Auferstehung schafft letztere offenkundig eine neue Wirklichkeit, die von den Auferstehungszeugen als real erlebt wird. Sie sind nicht umsonst bereit gewesen, alles für das, was sie erlebt haben, aufzugeben – sogar ihr Leben.

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Der Unberührbare! (Glaubensinformation)
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Die Auferstehungsberichte nach Johannes

Im Mittelpunkt der Evangelien stehen grundsätzlich die Passionserzählungen. Die Auferstehungsberichte wirken manchmal „wie angehängt“. Und doch wird in ihnen das Fundament des christlichen Glaubens grundgelegt. Jeder Evangelist hat dabei eigene Besonderheiten und Schwerpunkte. Das stellt die personale Begegnung mit dem Auferstandenen in das Zentrum. Dabei fällt auf, dass der Auferstanden, obschon den Menschen bekannt, äußerlich nicht sofort erkannt wird, sondern an Gesten, Zeichen oder seiner Stimme. Gerade im Johannesevangelium kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Der Auferstandene ist nicht mehr berührbar – und doch real gegenwärtig. Bei aller Kontinuität zwischen dem irdischen Leben und der Auferstehung schafft letztere offenkundig eine neue Wirklichkeit, die von den Auferstehungszeugen als real erlebt wird. Sie sind nicht umsonst bereit gewesen, alles für das, was sie erlebt haben, aufzugeben – sogar ihr Leben.

Die Veranstaltung fand am 22. April 2020 als Webinar statt. Die Tonqualität ist durch die Internetübertragung bedingt. Wir bitten um Verständnis.