Christentum – Stadt – Religion III

Jerusalem und Babylon – die eine Stadt ist seit der Zeit des Exils in Babylon Sehnsuchtsort, die andere Ort des Unheils. Auch im Neuen Testament stehen sie sich als Antipoden gegenüber – auch wenn nun Rom die Rolle Babylons eingenommen hat. Jerusalem aber ist und bleibt auch für die Christen Ort aller eschatologischen Hoffnung. Sie ist im wahrsten Sinn des Wortes „ewige Stadt“ – Stadt der Ewigkeit.

Sehnsuchtsort Stadt

Schon im Alten Testament wird die Stadt zum symbolischen Ort der Vision endzeitlichen Heils. Vor allem während und nach der Erfahrung des babylonischen Exils wird der Zion, näherhin als Jerusalem symbolisch als Ort der eschatologischen Gegenwart Gottes präsentiert. Hier kommen die Völker zusammen. Jerusalem erscheint als das Ziel endzeitlichen Heils schlechthin. Es ist die Stadt Jerusalem selbst, die zum Sehnsuchtsort wird.

Für Jesaja ist es die konkrete Stadt Jerusalem, zu der die Exilierten zurückkehren und die wiederaufgebaut wird. Als Konterpart Jerusalems erscheint Babylon. Als Ort des Exils wird Babylon – oder kurz: Babel – zum Symbolort des Unheils.

Jerusalem und Babylon – auch im Neuen Testament stehen sie sich als Antipoden gegenüber – auch wenn nun Rom die Rolle Babylons eingenommen hat. Jerusalem aber ist und bleibt auch für die Christen Ort aller eschatologischen Hoffnung. Sie ist im wahrsten Sinn des Wortes „ewige Stadt“ – Stadt der Ewigkeit.

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