Grauenland (Bei Euch – Folge 85 – 24.7.2021)

Corona-Pandemie, dass der Mensch eher Teil der Natur ist, die mit ihren Kräften die Krone der Schöpfung in die Schranken weist. Dabei treten nach der Katastrophe wichtige Fragen zu Tage, wenn die Segnungen der Digitalität angesichts der Zerstörung der Infrastruktur den Verlust analoger Fähigkeiten offenlegen oder die überbordende Solidarität ihre Grenzen an einer entweder nicht vorhandenen oder nicht bekannten Krisenorganisation findet. Wenn das nicht Tage sind, an denen man die Politik ändern sollte …

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Der Podcast der katholischen Citykirche Wuppertal

#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Kultur ist der fragile Firnis, mit der der Mensch versucht, der Natur Herr zu werden. Die Unwetterkatastrophe vom 14.7.2021 zeigt freilich wie auch die Corona-Pandemie, dass der Mensch eher Teil der Natur ist, die mit ihren Kräften die Krone der Schöpfung in die Schranken weist. Dabei treten nach der Katastrophe wichtige Fragen zu Tage, wenn die Segnungen der Digitalität angesichts der Zerstörung der Infrastruktur den Verlust analoger Fähigkeiten offenlegen oder die überbordende Solidarität ihre Grenzen an einer entweder nicht vorhandenen oder nicht bekannten Krisenorganisation findet. Wenn das nicht Tage sind, an denen man die Politik ändern sollte …

Wir weisen darauf hin, dass manche der folgenden Artikel hinter Paywall stehen. Bitte beachten Sie, dass guter Journalismus Geld kostet.

Was hilft und was erhoffen wir für die Zeit nach Corona – Schicke Deinen Beitrag als Video, Foto, Audio oder Text an bei-euch@katholische-citykirche-wuppertal.de

Hidigeigei (Bei Euch – Folge 82 – 12.6.2021)

Wenn der Schritt nach vor zu einem Schritt zurück wird, ist es Zeit, genau hinzusehen. Der Papst nimmt das Rücktrittsgesuch von Reinhard Kardinal Marx nicht an – mit der Aufforderung, „das Fleisch auf den Grill zu legen“. Viele Kommentatoren üben sich da schon schnell in geistlichen Verklärungen einer vermeintlich jesuitischen Dialektik. Tatsächlich aber wird hier der Versuch der Verantwortungsdelegation zurückgewiesen: Die Suppe, die man sich oder andere einem einbrockt haben, muss schon selbst ausgelöffelt werden. Statt sich also wie die Katze schnell vom heißen Blechdach von dannen zu machen, müssen die heißen Eisen selbst angefasst werden – ein Auftrag, der in der Kirche offenkundig nicht leichter ist als in der Politik. Dort allerdings kann ein strategisches Bauernopfer durchaus eine veritable Volte sein … aber auch eine Grube, die man sich selbst gräbt. Manche Leiche im Keller fängt eben doch früher oder später an zu stinken …

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Wenn der Schritt nach vor zu einem Schritt zurück wird, ist es Zeit, genau hinzusehen. Der Papst nimmt das Rücktrittsgesuch von Reinhard Kardinal Marx nicht an – mit der Aufforderung, „das Fleisch auf den Grill zu legen“. Viele Kommentatoren üben sich da schon schnell in geistlichen Verklärungen einer vermeintlich jesuitischen Dialektik. Tatsächlich aber wird hier der Versuch der Verantwortungsdelegation zurückgewiesen: Die Suppe, die man sich oder andere einem einbrockt haben, muss schon selbst ausgelöffelt werden. Statt sich also wie die Katze schnell vom heißen Blechdach von dannen zu machen, müssen die heißen Eisen selbst angefasst werden – ein Auftrag, der in der Kirche offenkundig nicht leichter ist als in der Politik. Dort allerdings kann ein strategisches Bauernopfer durchaus eine veritable Volte sein … aber auch eine Grube, die man sich selbst gräbt. Manche Leiche im Keller fängt eben doch früher oder später an zu stinken …

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Wendepunkte? (Bei Euch – Folge 81 – 5.6.2021)

Sind tote Punkte Wendepunkte? Zumindest erhofft das der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx. Rein mathematisch gesehen ist das aber nur eine Möglichkeit. Tote Punkte sind Punkte bei denen die Ableitung einer Funktion 0 beträgt. Das können Wendepunkte, aber auch Sattelpunkte sein, nach denen eine vorherige Entwicklung weitergeht – manchmal sogar noch rasanter. Die Hoffnung, ein toter Punkt, an den man gelangt ist, könnte die Wende bedeuten, ist möglicherweise trügerisch. Dass tote Punkte Hoffnung hervorbringen, ist freilich in Kirche wie Gesellschaft typisch. In Israel wird durch eine neue Koalition, an der auch eine Partei arabischer Israelis beteiligt ist, die zwölfjährige Regierung Netanjahus beendet. Wird die disparate neue Koalition aber halten? Bringt sie die Wende oder nur neue Spaltungen? Bringt der Rücktritt eines prominenten Kardinals die Wende oder bewirkt sie nur die Beschleunigung des Niedergangs? Fakt ist, dass Lippenbekenntnisse alleine nicht reichen. Die Wende muss getan werden. Verantwortlich dafür ist … jede und jeder! Verantwortung aber kann nicht delegiert werden.

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Sind tote Punkte Wendepunkte? Zumindest erhofft das der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx. Rein mathematisch gesehen ist das aber nur eine Möglichkeit. Tote Punkte sind Punkte bei denen die Ableitung einer Funktion 0 beträgt. Das können Wendepunkte, aber auch Sattelpunkte sein, nach denen eine vorherige Entwicklung weitergeht – manchmal sogar noch rasanter. Die Hoffnung, ein toter Punkt, an den man gelangt ist, könnte die Wende bedeuten, ist möglicherweise trügerisch. Dass tote Punkte Hoffnung hervorbringen, ist freilich in Kirche wie Gesellschaft typisch. In Israel wird durch eine neue Koalition, an der auch eine Partei arabischer Israelis beteiligt ist, die zwölfjährige Regierung Netanjahus beendet. Wird die disparate neue Koalition aber halten? Bringt sie die Wende oder nur neue Spaltungen? Bringt der Rücktritt eines prominenten Kardinals die Wende oder bewirkt sie nur die Beschleunigung des Niedergangs? Fakt ist, dass Lippenbekenntnisse alleine nicht reichen. Die Wende muss getan werden. Verantwortlich dafür ist … jede und jeder! Verantwortung aber kann nicht delegiert werden.

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Quo vadis (Bei Euch – Folge 72 – 15.3.2021)

Um nicht im Dunkeln zu tappen, müssen die, die in diffusen Lagen auf Sicht fahren, Orientierungspunkte haben. Anhand dieser Orientierungspunkt kann man auch bei nebulösen Verhältnissen trotzdem einen klaren Kurs fahren. Wo aber sind die Orientierungspunkte in Zeiten der Corona-Pandemie? Es scheint stattdessen, als wechselten mehrmals täglich nicht nur die Impfpriorisierungen. Auch Tests werden versprochen, ohne dass es eine klare Strategie gäbe. Stattdessen wird der Lockdown gelockert, was der mündige Bürger in der ihm eigenen bedürfnisorientierten Weise als Verpflichtung zu verstehen schein, sofort die Innenstädte aufzusuchen und Flüge nach Mallorca zu buchen. Die, die man auch sonst nicht sieht, die am sozialen Rand der Gesellschaft leben derweil weiter in einem persönlichen Lockdown, der längst länger währt als eine virale Pandemie. Quo vadis Germania – wohin gehst du Deutschland? Tappst Du im Dunkeln, fährst Du auf Sicht oder bist Du einfach nur ahnungslos?

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Quo vadis (Bei Euch - Folge 72 - 15.3.2021)
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Um nicht im Dunkeln zu tappen, müssen die, die in diffusen Lagen auf Sicht fahren, Orientierungspunkte haben. Anhand dieser Orientierungspunkt kann man auch bei nebulösen Verhältnissen trotzdem einen klaren Kurs fahren. Wo aber sind die Orientierungspunkte in Zeiten der Corona-Pandemie? Es scheint stattdessen, als wechselten mehrmals täglich nicht nur die Impfpriorisierungen. Auch Tests werden versprochen, ohne dass es eine klare Strategie gäbe. Stattdessen wird der Lockdown gelockert, was der mündige Bürger in der ihm eigenen bedürfnisorientierten Weise als Verpflichtung zu verstehen schein, sofort die Innenstädte aufzusuchen und Flüge nach Mallorca zu buchen. Die, die man auch sonst nicht sieht, die am sozialen Rand der Gesellschaft leben derweil weiter in einem persönlichen Lockdown, der längst länger währt als eine virale Pandemie. Quo vadis Germania – wohin gehst du Deutschland? Tappst Du im Dunkeln, fährst Du auf Sicht oder bist Du einfach nur ahnungslos?

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„Jetzt seid ihr dran!“ (Homilie)

Seit 2009 entsteht jährlich im Advent auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld eine besondere Krippe. Nach zehn Graffiti-Krippen, die durch den Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold erstellt wurden, gibt es in der Verantwortung der Wuppertaler Künstlerin und Meisterschülerin von Tony Cragg, Annette Marks, seit 2019 die Künstler-Krippe. Eine Besonderheit unter vielen anderen ist, dass das Jesuskind erst am Heiligen Abend um punkt 12 Uhr in die Krippe gelegt wird. Das ist Anlass für den ersten weihnachtlichen Gottesdienst am Heiligen Abend in Wuppertal. Wir dokumentieren hier die Homilie von Dr. Werner Kleine anlässlich des Gottesdienstes am 24.12.2020, als es hieß „Jesus kommt!“.

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"Jetzt seid ihr dran!" (Homilie)
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Jesus kommt! – Weihnachtlicher gottesdienst an der Künstler-Krippe 2020

Seit 2009 entsteht jährlich im Advent auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld eine besondere Krippe. Nach zehn Graffiti-Krippen, die durch den Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold erstellt wurden, gibt es in der Verantwortung der Wuppertaler Künstlerin und Meisterschülerin von Tony Cragg, Annette Marks, seit 2019 die Künstler-Krippe. Eine Besonderheit unter vielen anderen ist, dass das Jesuskind erst am Heiligen Abend um punkt 12 Uhr in die Krippe gelegt wird. Das ist Anlass für den ersten weihnachtlichen Gottesdienst am Heiligen Abend in Wuppertal. Wir dokumentieren hier die Homilie von Dr. Werner Kleine anlässlich des Gottesdienstes am 24.12.2020, als es hieß „Jesus kommt!“.

Die diesjährige Künstlerkrippe rekurriert in besonderer Weise auf die Brotvermehrung. Die kann nur gelingen, wenn die Menschen Jesus nachahmen. Er gibt ein Beispiel, dass den Menschen zum Auftrag wird. „Jetzt seid ihr dran!“ ist nicht nur das Motto der Künstlerkrippe 2020. Es ist auch das Thema der Homilie in einem Jahr, das unter dem Zeichen der Corona-Pandemie stand.

Bilder der Künstler-Krippe 2020 (flickr)

Der ganze Gottesdienst (mit Blasen des Shofar-Horns und Martyrologium) bei Youtube

Sternstunden? (Bei Euch – Folge 63 – 19.12.2020)

Jupiter und Saturn stehen kurz vor der Konjunktion. Am 21.12.2020 ist es soweit. Einer möglichen Hypothese zu Folge könnte es sich dabei um den Stern von Bethlehem gehandelt haben. Eine alte babylonische Tontafel berichtet von dieser Konjunktion, die sich gleich dreimal etwa im Jahr 7 v.d.Z. ereignet haben soll. Wissenschaftliche Beobachtung führten zu Botschaften, denn Jupiter galt als Königsstern, Saturn war der Stern des jüdischen Volkes. Bildung ermöglichte Kommunikation. Nur so werden die Sternstunden der Menschheit möglich.

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Sternstunden? (Bei Euch - Folge 63 - 19.12.2020)
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Der Podcast der katholischen Citykirche Wuppertal

#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Jupiter und Saturn stehen kurz vor der Konjunktion. Am 21.12.2020 ist es soweit. Einer möglichen Hypothese zu Folge könnte es sich dabei um den Stern von Bethlehem gehandelt haben. Eine alte babylonische Tontafel berichtet von dieser Konjunktion, die sich gleich dreimal etwa im Jahr 7 v.d.Z. ereignet haben soll. Wissenschaftliche Beobachtung führten zu Botschaften, denn Jupiter galt als Königsstern, Saturn war der Stern des jüdischen Volkes. Bildung ermöglichte Kommunikation. Nur so werden die Sternstunden der Menschheit möglich.

Paul Watzlawik zufolge kann man nicht nicht kommunizieren. Schweigen ist auch eine Botschaft, Lavieren ebenso. Bei aller Bedeutung der Ermächtigung der Einzelnen durch Bildung, spielt bei jeder Form von Kommunikation die Emotion eine wichtige Rolle. Das ist gerade in Krisenzeiten, zu denen auch die Zeiten der Corona-Pandemie gehört, von hoher Bedeutung. Hier besteht wohl in Politik und Kirche noch erhöhter Bedarf an Erkenntnis, wie die Menschen in diesen Zeiten lebensdienlich ermächtigt werden können. Falsche Versprechungen helfen da ebenso wenig wie das Verschweigen bekannter Wahrheiten. Und das gilt nicht nur in Pandemiezeiten …

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Nachhilfe (Bei Euch – Folge 60 – 14.11.2020)

Wer nicht handelt, wird behandelt. Das gilt in der Gesellschaft wie in der Kirche. Die Corona-Pandemie etwa scheint für viele Gesundheitsämter zunehmend nicht nur eine Heraus-, sondern eine Überforderung zu sein. Das gilt auch für den Umgang der Kirche mit unabhängigen Untersuchungen zum Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker. Man reagiert nur noch und rennt hinterher – ein schier aussichtsloses Unterfangen. In einem Land, das einst als Organisationsweltmeister galt, scheitert man an Kompetenzunklarheiten und schlechter Kommunikation. Da braucht es Nachhilfe.

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Nachhilfe (Bei Euch - Folge 60 - 14.11.2020)
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#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Wer nicht handelt, wird behandelt. Das gilt in der Gesellschaft wie in der Kirche. Die Corona-Pandemie etwa scheint für viele Gesundheitsämter zunehmend nicht nur eine Heraus-, sondern eine Überforderung zu sein. Man reagiert nur noch und rennt dem Virus hinterher – ein schier aussichtsloses Unterfangen. Ein Land, das einst als Organisationsweltmeister galt, scheitert an Kompetenzunklarheiten und schlechter Kommunikation. Da braucht es Nachhilfe: Wäre es nicht angezeigt, wenn neben dem Tagesgeschäft einige als Think Tank für vernünftige Strukturen sorgen?

Auch die kirchliche Kommunikation hat schon bessere Zeiten gesehen. Im öffentlichen Diskurs kommt die Kirche so gut wie nicht mehr vor, Talkshows kommen schon seit Jahren sehr gut ohne kirchlichen Beistand aus. Wo man früher die Klaviatur der Medien bespielte, spielen die Medien mittlerweile ihr Spiel mit der Kirche. Anlass dazu gibt es viele – wie etwa der Umgang mit unabhängigen Untersuchungen zeigt. Da geht es schon längst nicht mehr um die Frage, was Wahrheit ist, sondern auch darum, was wahr sein könnte. Aus einer solche Situaiton kommt man nur heraus, wenn man die Dinge auf den Tisch legt. So könnte man das Heft des Handelns wieder in die eigene Hand bekommen und handeln. Jetzt aber wird man behandelt …

Wir weisen darauf hin, dass manche der folgenden Artikel hinter Paywall stehen. Bitte beachten Sie, dass guter Journalismus Geld kostet.

Blinde Flecken (Bei Euch – Folge 58 – 24.10.2020)

Glaubwürdigkeit ist das wichtigste Kapital – in Gesellschaft wie in der Kirche. Wo die Glaubwürdigkeit fehlt, fehlt die Basis, auf der solidarisches Handeln gedeihen kann. Regeln werden dann nach eigenem Gutdünken ausgelegt oder Menschen wenden sich ab. Glaubwürdigkeit verdunstet, wenn Worten keine Taten folgen, schlimmer noch: wenn die Taten den Worten widersprechen. Glaubwürdigkeit verdunstet auch da, wo Begründungen für Entscheidungen fehlen oder nicht transparent vermittelt werden. Es sind diese blinden Flecken, die – in Gesellschaft wie in Kirche gleichermaßen – dem Spaltpilz des Misstrauens Raum geben, zu gedeihen.

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Blinde Flecken (Bei Euch - Folge 58 - 24.10.2020)
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#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Glaubwürdigkeit ist das wichtigste Kapital – in Gesellschaft wie in der Kirche. Wo die Glaubwürdigkeit fehlt, fehlt die Basis, auf der solidarisches Handeln gedeihen kann. Regeln werden dann nach eigenem Gutdünken ausgelegt oder Menschen wenden sich ab. Glaubwürdigkeit verdunstet, wenn Worten keine Taten folgen, schlimmer noch: wenn die Taten den Worten widersprechen. Glaubwürdigkeit verdunstet auch da, wo Begründungen für Entscheidungen fehlen oder nicht transparent vermittelt werden. Es sind diese blinden Flecken, die – in Gesellschaft wie in Kirche gleichermaßen – dem Spaltpilz des Misstrauens Raum geben, zu gedeihen.

Wie sehr die Corona-Pandemie gegenwärtig zum Härtetest der Glaubwürdigkeit wird, kann an der vielfältig gestörten Kommunikation erkannt werden. Ob es die fehlende Begründung von Entscheidungen ist, die dann vor Gerichten keinen Bestand haben, oder die fehlende Kommunikation zwischen Behörden – all das zerstört jenes Vertrauen der Bevölkerung, das nötig ist, damit die notwendigen Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingehalten werden.

In Kirche wie Gesellschaft gilt deshalb der vielschichtig bedeutsame Satz von Markus Röntgen: „Viel geht, wenn Vertrauen geht.“ – in jeder Hinsicht!

Wir weisen darauf hin, dass manche der folgenden Artikel hinter Paywall stehen. Bitte beachten Sie, dass guter Journalismus Geld kostet.

Die Ohren und der Platz dazwischen (Bei Euch – Folge 57 – 18.10.2020)

Die Corona-Pandemie nimmt im Oktober 2020 einen neuen Anlauf. Der Beginn einer „zweiten Welle“ ist unübersehbar. Regeln und Verordnungen werden erlassen. Die Exekutive arbeitet. Was aber sind Regeln und Ordnungen wert, wenn ihre Einhaltung nicht kontrolliert und die Nichteinhaltung sanktioniert wird? Hinzu kommt, dass manche der Regeln und Verordnungen schlecht begründet sind und vor Gericht keinen Bestand haben. Auch die Jurisdiktion arbeitet also. Noch wichtiger ist aber, die Regeln und Verordnungen so zu gestalten, dass sie wirksam sind und (!) von den Menschen verstanden und akzeptiert werden. Es ist deshalb an der Zeit, dass die dritte Gewalt im Staat, die Legislative ihre Aufgabe wahrnimmt: In dieser Zeit sind die Parlamente mehr denn je gefordert.

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Die Ohren und der Platz dazwischen (Bei Euch - Folge 57 - 18.10.2020)
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#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Die Corona-Pandemie nimmt im Oktober 2020 einen neuen Anlauf. Der Beginn einer „zweiten Welle“ ist unübersehbar. Regeln und Verordnungen werden erlassen. Die Exekutive arbeitet. Was aber sind Regeln und Ordnungen wert, wenn ihre Einhaltung nicht kontrolliert und die Nichteinhaltung sanktioniert wird? Hinzu kommt, dass manche der Regeln und Verordnungen schlecht begründet sind und vor Gericht keinen Bestand haben. Auch die Jurisdiktion arbeitet also.

Die Corona-Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Regeln und Verordnungen sind wichtig, um der Gesellschaft Halt zu geben. Noch wichtiger ist aber, die Regeln und Verordnungen so zu gestalten, dass sie wirksam sind und (!) von den Menschen verstanden und akzeptiert werden. Es ist deshalb an der Zeit, dass die dritte Gewalt im Staat, die Legislative ihre Aufgabe wahrnimmt: In dieser Zeit sind die Parlamente mehr denn je gefordert. Hier sitzen die, die von der Bevölkerung Sitz und Stimme erhalten haben, um als Mandatsträger der Bevölkerung eine Stimme zu geben. Für die Aktzeptanz und Gestaltung von Regeln und Verordnungen wäre es wichtiger denn je, den parlamentarischen Prozess endlich zu beginnen.

Wir weisen darauf hin, dass manche der folgenden Artikel hinter Paywall stehen. Bitte beachten Sie, dass guter Journalismus Geld kostet.

Wahrheit kennt keine Kompromisse (Bei Euch – Folge 53 – 19.9.2020)

Die Wahrheit ist von flüchtigem Wesen. Man kann sie nicht für sich haben. Wahrheit gibt es immer nur an sich. Man kann Wahrheit nicht aushandeln, wohl aber sich ihr im gemeinsamen Suchen und Ringen nähern. Dem entspricht die Arbeitsweise der Wissenschaften – aus Evidenzen, Zahlen, Daten, Fakten und Quellen mit Logik und Schlussverfahren Erkenntnisse zu generieren, die ihrerseits wieder Ausgangspunkt für neue Fragen sein können (und sollen). Gerade in Krisenzeiten ist das Streben nach einfachen Antworten groß. Die Wahrheit aber ist oft nicht einfach. Es braucht Geduld und Hartnäckigkeit, um ihr auf die Spur zu kommen. Wer das übersieht, wird viele wie ein Durcheinanderwerfer, ein Diabolos, zerstören – nur die Wahrheit wird man so nicht finden. Das ist eine Zumutung – richtig! Eine Zumutung, die sich lohnt, anzunehmen.

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#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Die Wahrheit ist von flüchtigem Wesen. Man kann sie nicht für sich haben. Wahrheit gibt es immer nur an sich. Man kann Wahrheit nicht aushandeln, wohl aber sich ihr im gemeinsamen Suchen und Ringen nähern. Dem entspricht die Arbeitsweise der Wissenschaften – aus Evidenzen, Zahlen, Daten, Fakten und Quellen mit Logik und Schlussverfahren Erkenntnisse zu generieren, die ihrerseits wieder Ausgangspunkt für neue Fragen sein können (und sollen). Gerade in Krisenzeiten ist das Streben nach einfachen Antworten groß. Die Wahrheit aber ist oft nicht einfach. Es braucht Geduld und Hartnäckigkeit, um ihr auf die Spur zu kommen. Wer das übersieht, wird viele wie ein Durcheinanderwerfer, ein Diabolos, zerstören – nur die Wahrheit wird man so nicht finden. Das ist eine Zumutung – richtig! Eine Zumutung, die sich lohnt, anzunehmen.

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