Gegen den Strom (Bei Euch – Folge 87 – 8.9.2021)

Fakten kennen keine Gefühle, Zahlen und Daten auch nicht. Es sind Gegebenheiten, mit denen der Mensch sich abfinden und auseinandersetzen muss. Die Aufgabe der Interpretation ist dabei nicht einfach frei. Zahlen, Daten und Fakten bestimmen die Spielregeln, methodisch anerkannte Schlussverfahren ebenso, vor allem aber die Regularien der Logik und Wahrscheinlichkeit. Befindlichkeiten jedenfalls können bestenfalls zur Kenntnis genommen werden. Der wissenschaftliche Mainstream ist dabei nicht ohne Bedeutung, spiegelt sich in ihm doch der Konsens der geltenden, im Diskurs errungenen Auffassung wider. Sicher kann eine Einzelmeinung hier einen kritischen Neuanfang bedeuten. Aber auch sie wird, wenn sie Wahrheit in sich trägt, früher oder später zum Mainstream werden. Das Entscheidende ist deshalb der wissenschaftliche Konsens, der sich aufgrund des natürlichen Zweifels immer wieder neu bilden muss. So entsteht Fortschritt der Erkenntnis.

Bei Euch
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Gegen den Strom (Bei Euch - Folge 87 - 8.9.2021)
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Der Podcast der katholischen Citykirche Wuppertal

#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Fakten kennen keine Gefühle, Zahlen und Daten auch nicht. Es sind Gegebenheiten, mit denen der Mensch sich abfinden und auseinandersetzen muss. Die Aufgabe der Interpretation ist dabei nicht einfach frei. Zahlen, Daten und Fakten bestimmen die Spielregeln, methodisch anerkannte Schlussverfahren ebenso, vor allem aber die Regularien der Logik und Wahrscheinlichkeit. Befindlichkeiten jedenfalls können bestenfalls zur Kenntnis genommen werden. Der wissenschaftliche Mainstream ist dabei nicht ohne Bedeutung, spiegelt sich in ihm doch der Konsens der geltenden, im Diskurs errungenen Auffassung wider. Sicher kann eine Einzelmeinung hier einen kritischen Neuanfang bedeuten. Aber auch sie wird, wenn sie Wahrheit in sich trägt, früher oder später zum Mainstream werden. Das Entscheidende ist deshalb der wissenschaftliche Konsens, der sich aufgrund des natürlichen Zweifels immer wieder neu bilden muss. So entsteht Fortschritt der Erkenntnis.

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Bei Euch (Folge 34 – 12.5.2020)

Was geht vor: Eigennutz oder Gemeinwohl? – diese Frage stellt sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie genau dann, wenn Tausende auf die Plätze gehen, um gegen vermeintliche Verschwörungen oder befürchtete Impfpflichten zu demonstrieren. Das „Ich“ steht dann sehr im Vordergrund; man möchte, dass die „eigenen“ Rechte nicht begrenzt werden. Auf der anderen Seite kann der Mensch nur als soziales Wesen existieren. Er muss die eigenen Bedürfnisse immer gegen das Wohl der Gemeinschaft austarieren. Zwischen diesen beiden Polen oszilliert die Politik, die stets neu abwägen und verhältnismäßige Entscheidungen treffen muss.

Bei Euch
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Bei Euch (Folge 34 - 12.5.2020)
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Zum Wohl gemein

Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Was geht vor: Eigennutz oder Gemeinwohl? – diese Frage stellt sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie genau dann, wenn Tausende auf die Plätze gehen, um gegen vermeintliche Verschwörungen oder befürchtete Impfpflichten zu demonstrieren. Das „Ich“ steht dann sehr im Vordergrund; man möchte, dass die „eigenen“ Rechte nicht begrenzt werden. Auf der anderen Seite kann der Mensch nur als soziales Wesen existieren. Er muss die eigenen Bedürfnisse immer gegen das Wohl der Gemeinschaft austarieren. Zwischen diesen beiden Polen oszilliert die Politik: Wie weit dürfen Grundrechte der Einzelnen im Zweifelsfall zum Wohl der Gemeinschaft eingegrenzt werden – und wann und wo muss diese Eingrenzung aufgehoben werden. Grundrechte sind ja kein Gnadenakt, sondern gelten gewissermaßen automatisch. Bei all dem ist Kommunikation wichtiger denn je. Jede Einschränkung muss gut erklärt und begründet werden. Auch im gesellschaftlichen Diskurs ist die Gefahr personalisierter Verurteilung – und das gilt gerade auch gegenüber jenen, die demonstrieren – schädlich, weil sie zum Kommunikationsabbruch führt. Deshalb gilt auch hier: „Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; denn der Zorn eines Mannes schafft keine Gerechtigkeit vor Gott.“ (Jakobus 1,19f)