Bei Euch (Folge 23 – 16.4.2020)

Werden angesichts der Corona-Pandemie verfassungsrechtlich garantierte Grundrechte beschnitten? Sicher – denn in einer Pandemie müssen Grundrechte gegeneinander abgewogen werden. Was wiegt schwerer – Versammlungsfreiheit oder Gesundheit?
Die Kirchen müssen aber noch an einem anderen Punkt lauter sein – in der Solidarität mit den Sterbenden, Kranken und Alten – vor allem jenen, die keine Stimme haben und die niemand hört. Es gilt daher: Tut, was möglich ist. Aber das tut!

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Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Werden angesichts der Corona-Pandemie verfassungsrechtlich garantierte Grundrechte beschnitten? Sicher – denn in einer Pandemie müssen Grundrechte gegeneinander abgewogen werden. Was wiegt schwerer – Versammlungsfreiheit oder Gesundheit?

Gerade Religionen und hier auch die Kirchen sind in Zeiten der Corona-Pandemie von der Einschränkung der Versammlungsfreiheit betroffen, gehört die Versammlung, die Gemeinschaft (communio oder koinonia) doch zum Wesenskern kirchlichen Handelns, aus dem sich die drei Grundvollzüge Liturgie, Zeugnis und Nächstenliebe (Liturgia, Martyria und Diakonia) ergeben, die aber gleichzeitig auch die communio begründen. Man kann die Einschränkung also nicht leichtfertig hinnehmen, muss aber trotzdem realisieren, dass hier nicht die Religionsfreiheit, sondern die Versammlungsfreiheit eingeschränkt wird, die auch viele andere Menschen betrifft – und das zum höheren Gut der Gesundheit.

Die Kirchen müssen aber noch an einem anderen Punkt lauter sein – in der Solidarität mit den Sterbenden, Kranken und Alten – vor allem jenen, die keine Stimme haben und die niemand hört. Es gilt daher: Tut, was möglich ist. Aber das tut!