Der Unberührbare! (Glaubensinformation)

Im Mittelpunkt der Evangelien stehen grundsätzlich die Passionserzählungen. Die Auferstehungsberichte wirken manchmal „wie angehängt“. Und doch wird in ihnen das Fundament des christlichen Glaubens grundgelegt. Jeder Evangelist hat dabei eigene Besonderheiten und Schwerpunkte. Das stellt die personale Begegnung mit dem Auferstandenen in das Zentrum. Dabei fällt auf, dass der Auferstanden, obschon den Menschen bekannt, äußerlich nicht sofort erkannt wird, sondern an Gesten, Zeichen oder seiner Stimme. Gerade im Johannesevangelium kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Der Auferstandene ist nicht mehr berührbar – und doch real gegenwärtig. Bei aller Kontinuität zwischen dem irdischen Leben und der Auferstehung schafft letztere offenkundig eine neue Wirklichkeit, die von den Auferstehungszeugen als real erlebt wird. Sie sind nicht umsonst bereit gewesen, alles für das, was sie erlebt haben, aufzugeben – sogar ihr Leben.

Die Auferstehungsberichte nach Johannes

Im Mittelpunkt der Evangelien stehen grundsätzlich die Passionserzählungen. Die Auferstehungsberichte wirken manchmal „wie angehängt“. Und doch wird in ihnen das Fundament des christlichen Glaubens grundgelegt. Jeder Evangelist hat dabei eigene Besonderheiten und Schwerpunkte. Das stellt die personale Begegnung mit dem Auferstandenen in das Zentrum. Dabei fällt auf, dass der Auferstanden, obschon den Menschen bekannt, äußerlich nicht sofort erkannt wird, sondern an Gesten, Zeichen oder seiner Stimme. Gerade im Johannesevangelium kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Der Auferstandene ist nicht mehr berührbar – und doch real gegenwärtig. Bei aller Kontinuität zwischen dem irdischen Leben und der Auferstehung schafft letztere offenkundig eine neue Wirklichkeit, die von den Auferstehungszeugen als real erlebt wird. Sie sind nicht umsonst bereit gewesen, alles für das, was sie erlebt haben, aufzugeben – sogar ihr Leben.

Die Veranstaltung fand am 22. April 2020 als Webinar statt. Die Tonqualität ist durch die Internetübertragung bedingt. Wir bitten um Verständnis.

Maria von Magdala vs. Petrus (Glaubensinformation)

In den Evangelien ist Maria Magdalena die erste Auferstehungszeugin, die den Aposteln die Botschaft von der Auferstehung bringt; deshalb wird sie auch Apostola apostolorum, Apostolin der Apostel, genannt. Im 1. Korintherbrief hingegen wird Kephas, also Petrus, als erster Zeuge der Auferstehung genannt. Damit ist eine Konfliktlinie gekennzeichnet, die über die frühe Kirche in die Gegenwart hineinstrahlt. Tatsächlich gibt es in der außerbiblischen, apokryphen Literatur Texte, die Maria Magdalena eine außergewöhnliche Nähe zu Jesus zuschreiben.

Die Auferstehungsüberlieferung im Neuen Testament und den apokryphen Schriften

Nicht erst seit dem Kinofilm „Maria Magdalena“ ist die Frau aus dem Umfeld Jesu Teil der theologischen Reflexion. In den Evangelien ist sie die erste Auferstehungszeugin, die den Aposteln die Botschaft von der Auferstehung bringt; deshalb wird sie auch Apostola apostolorum, Apostolin der Apostel, genannt. Im 1. Korintherbrief hingegen wird Kephas, also Petrus, als erster Zeuge der Auferstehung genannt. Damit ist eine Konfliktlinie gekennzeichnet, die über die frühe Kirche in die Gegenwart hineinstrahlt. Tatsächlich gibt es in der außerbiblischen, apokryphen Literatur Texte, die Maria Magdalena eine außergewöhnliche Nähe zu Jesus zuschreiben.

Dr. Werner Kleine stellt in seinem Vortrag, der am 11. April 2018 im Rahmen der Reihe „Glaubensinformation“ stattfand, diese Texte vor und geht der Frage nach, warum sie keinen Eingang in die Bibel gefunden haben und versucht eine Klärung, wem denn historisch wahrscheinlich der Auferstandene zuerst erschienen ist – eine Frage, die angesichts der Bedeutung der Auferstehung in sich zweitrangig erscheinen mag, die Gemüter aber bis heute erhitzt. Zuviel hängt offenkundig von der bereits im Neuen Testament verhandelten Frage ab, ob eine Frau tatsächlich eine vom Auferstandenen beauftragte Verkünderin der frohen Botschaft sein kann.