Der Übergang (Bei Euch – Folge 74 – 27.3.2021)

Es ist Zeit des Vorübergangs – das Paschafest beginnt am 25. Nisan, der in diesem Jahr auf den 27. März 2021 fällt. Zeit des Übergangs ist aber auch in anderer Weise. Die Politik muss sich von alten und eingefahrenen Verhaltensweisen verabschieden. Aussitzen, auf Zeit spielen und Abwarten bis sich ein Kompromiss abzeichent – das alles geht nicht in einer virusbedingten Krise. Das Virus sitzt einfach am längeren Hebel. Es ist nicht kompromissbereit. Stattdessen müsste schnell und agil gehandelt werden, pragmatisch und vertrauenweckend. Es braucht den Mut, voranzugehen – wie weiland Mose das Volk Israel durch das Schilfmeer führt

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Der Übergang (Bei Euch - Folge 74 - 27.3.2021)
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Der Podcast der katholischen Citykirche Wuppertal

#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Es ist Zeit des Vorübergangs – das Paschafest beginnt am 25. Nisan, der in diesem Jahr auf den 27. März 2021 fällt. Zeit des Übergangs ist aber auch in anderer Weise. Die Politik muss sich von alten und eingefahrenen Verhaltensweisen verabschieden. Aussitzen, auf Zeit spielen und Abwarten bis sich ein Kompromiss abzeichent – das alles geht nicht in einer virusbedingten Krise. Das Virus sitzt einfach am längeren Hebel. Es ist nicht kompromissbereit. Stattdessen müsste schnell und agil gehandelt werden, pragmatisch und vertrauenweckend. Es braucht den Mut, voranzugehen – wie weiland Mose das Volk Israel durch das Schilfmeer führt.

Das gilt nicht zuletzt auch für die Kirche. Auch hier zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Die Veröffentlichung des Kölner Missbrauchsgutachtens, aber auch die Reaktionen auf das vatikanische Responsum zur Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zeigen, dass die Zeit, in der „Roma locuta, causa finita“ – Rom hat gesprochen, die Sache ist entschieden – gal, vorübergegangen sind. Es ist Zeit, den Übergang aktiv zu gestalten.

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Blick zurück nach vorn (Bei Euch – Folge 64 – 27.12.2020)

Altes geht, Neues kommt. Viele erwarten am Ende der Corona-Pandemie die Rückkehr zur Normalität. Dabei muss man wohl skeptisch sein, ob es eine Rückkehr zur alten Normalität geben kann. Wahrscheinlicher ist, dass es eine neue Normalität geben wird. Die Pandemie ist eine Generationenerfahrung, die nicht rückgängig zu machen ist. Sie schafft neue Fakten, Kontexte aus denen neue Wirklichkeiten erwachsen. Das gilt für die Gesellschaft wie für die Kirche: Krisen bewirken Veränderungen, Veränderungen bewirken Fortschritt. Hier aber genügt es nicht, bloß mutig zu sein. Freiheit setzt Mut voraus, Mut aber Besonnenheit, Gelassenheit und Weisheit. Der Mutige erkennt die Gefahr und geht mit ihr um, er ignoriert sie nicht. Sonst gerät Mut zur Dummheit. Dummheit aber ist immer unfrei. Im Blick zurück kann man deshalb jetzt schon, mitten in der Pandemie, die Zeichen des Neuen erkennen.

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Altes geht, Neues kommt. Viele erwarten am Ende der Corona-Pandemie die Rückkehr zur Normalität. Dabei muss man wohl skeptisch sein, ob es eine Rückkehr zur alten Normalität geben kann. Wahrscheinlicher ist, dass es eine neue Normalität geben wird. Die Pandemie ist eine Generationenerfahrung, die nicht rückgängig zu machen ist. Sie schafft neue Fakten, Kontexte aus denen neue Wirklichkeiten erwachsen. Das gilt für die Gesellschaft wie für die Kirche: Krisen bewirken Veränderungen, Veränderungen bewirken Fortschritt. Hier aber genügt es nicht, bloß mutig zu sein. Freiheit setzt Mut voraus, Mut aber Besonnenheit, Gelassenheit und Weisheit. Der Mutige erkennt die Gefahr und geht mit ihr um, er ignoriert sie nicht. Sonst gerät Mut zur Dummheit. Dummheit aber ist immer unfrei. Im Blick zurück kann man deshalb jetzt schon, mitten in der Pandemie, die Zeichen des Neuen erkennen.

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Blinde Flecken (Bei Euch – Folge 58 – 24.10.2020)

Glaubwürdigkeit ist das wichtigste Kapital – in Gesellschaft wie in der Kirche. Wo die Glaubwürdigkeit fehlt, fehlt die Basis, auf der solidarisches Handeln gedeihen kann. Regeln werden dann nach eigenem Gutdünken ausgelegt oder Menschen wenden sich ab. Glaubwürdigkeit verdunstet, wenn Worten keine Taten folgen, schlimmer noch: wenn die Taten den Worten widersprechen. Glaubwürdigkeit verdunstet auch da, wo Begründungen für Entscheidungen fehlen oder nicht transparent vermittelt werden. Es sind diese blinden Flecken, die – in Gesellschaft wie in Kirche gleichermaßen – dem Spaltpilz des Misstrauens Raum geben, zu gedeihen.

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Glaubwürdigkeit ist das wichtigste Kapital – in Gesellschaft wie in der Kirche. Wo die Glaubwürdigkeit fehlt, fehlt die Basis, auf der solidarisches Handeln gedeihen kann. Regeln werden dann nach eigenem Gutdünken ausgelegt oder Menschen wenden sich ab. Glaubwürdigkeit verdunstet, wenn Worten keine Taten folgen, schlimmer noch: wenn die Taten den Worten widersprechen. Glaubwürdigkeit verdunstet auch da, wo Begründungen für Entscheidungen fehlen oder nicht transparent vermittelt werden. Es sind diese blinden Flecken, die – in Gesellschaft wie in Kirche gleichermaßen – dem Spaltpilz des Misstrauens Raum geben, zu gedeihen.

Wie sehr die Corona-Pandemie gegenwärtig zum Härtetest der Glaubwürdigkeit wird, kann an der vielfältig gestörten Kommunikation erkannt werden. Ob es die fehlende Begründung von Entscheidungen ist, die dann vor Gerichten keinen Bestand haben, oder die fehlende Kommunikation zwischen Behörden – all das zerstört jenes Vertrauen der Bevölkerung, das nötig ist, damit die notwendigen Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingehalten werden.

In Kirche wie Gesellschaft gilt deshalb der vielschichtig bedeutsame Satz von Markus Röntgen: „Viel geht, wenn Vertrauen geht.“ – in jeder Hinsicht!

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Angst frisst Denken (Bei Euch – Folge 51 – 5.9.2020)

Corona ist eine Zumutung, SARS-CoV-2 eine Heimsuchung. Der aufgeklärte Mensch der Gegenwart, ist – gefangen in einer Illusion, mit Technik die Natur beherrschen zu können – nicht nur desillusioniert; der Verlust der gewohnten „Normalität“ verunsichert auch viele. Während die meisten Menschen sich allerdings längst der selbstverschuldeten Unmündigkeit entledigt haben und zunehmend lernen, in großer Gelassenheit im Alltag mit dem Virus zu leben. Außerdem geht es um die Frage, welche Bedeutung Dogmen haben.

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Corona ist eine Zumutung, SARS-CoV-2 eine Heimsuchung. Der aufgeklärte Mensch der Gegenwart, ist – gefangen in einer Illusion, mit Technik die Natur beherrschen zu können – nicht nur desillusioniert; der Verlust der gewohnten „Normalität“ verunsichert auch viele. Während die meisten Menschen sich allerdings längst der selbstverschuldeten Unmündigkeit entledigt haben und zunehmend lernen, in großer Gelassenheit im Alltag mit dem Virus zu leben – wozu eben auch das Maskentragen, Abstandhalten und Händewaschen gehören, wähnen andere immer noch finstere Mächte am Werk. Sie ähneln darin Kindern, die Angst vor dem bösen Wolf haben. Wovor aber haben sie wirklich Angst? Sollte man ihnen wie Kindern begegnen, ihre Ängste wahrnehmen und das Licht anlassen, um ihnen die Angst zu nehmen? Das wäre auf jeden Fall einen Versuch wert, anstatt sie einfach herablassend verloren zu gehen.

Außerdem geht es um die Frage, welche Bedeutung Dogmen haben. Dogmen, die sich der verständigen Reflexion entziehen, werden schnell zur Ideologie. Stattdessen gilt auch hier das Ringen um Verstehen. Dazu gehört die Bereitschaft zu streitbarem Diskurs. Die Wahrheit ist von flüchtigem Wesen. Sie lässt sich nicht einsperren, wohl aber gemeinsam erkennen.

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