Identität und Gefährdung – Eine Einleitung in die Petrusbriefe – Folge 1

Die beiden neutestamentlichen Petrusbriefe gehören zu den „katholischen“ Briefen oder auch „Kirchenbriefen“. Dabei handelt es sich um kleinere Spätschriften, zu denen neben den Petrusbriefen auch noch der Brief des Jakobus, die drei Johannesbriefe sowie der Brief des Judas gehören. Im Fall des Judasbriefes besteht eine inhaltliche Beziehung zum 2. Petrusbrief, insofern der Text immanent in 2 Petr enthalten ist und dem Autor von 2 Petr offenkundig schon vorgelegen hat.

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Identität und Gefährdung - Eine Einleitung in die Petrusbriefe - Folge 1
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Identitätsbildung und Gefährdung. Die neutestamentlichen Petrusbriefe – eine Einführung

Die beiden neutestamentlichen Petrusbriefe gehören zu den „katholischen“ Briefen oder auch „Kirchenbriefen“. Dabei handelt es sich um kleinere Spätschriften, zu denen neben den Petrusbriefen auch noch der Brief des Jakobus, die drei Johannesbriefe sowie der Brief des Judas gehören. Im Fall des Judasbriefes besteht eine inhaltliche Beziehung zum 2. Petrusbrief, insofern der Text immanent in 2 Petr enthalten ist und dem Autor von 2 Petr offenkundig schon vorgelegen hat.

In der ersten Folge des Grundkurses NT I der Erzbischöflichen Bibel- und Liturgieschule Köln führt Dr. Werner Kleine in die beiden neutestemantlichen Petrusbriefe ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die klassischen Einleitungsfragen nach der Autorenschaft, den Adressaten, der Abfassungszeit und dem Abfassungsort. Auch der Fragestellung nach dem zeitgeschichtlichen Kontext, in dem die beiden Briefe entstanden sind, werden verfolgt. Es wird deutlich, dass Namensgleichheit nicht unbedingt auch Gleichheit der Ausgangslagen bedeutet. Vor allem aber zeigt sich jetzt schon, dass Texte, die Jahrhunderte alt sind oft für die Fragen der Gegenwart Antworten bereit halten können, befindet sich die Christenheit heute doch wieder in einer Lage, in der sie Rechenschaft über den Glauben ablegen muss.

Materialblatt zur aktuellen Folge

Das Volk, das im Todesschatten lebt, sieht ein helles Licht

Predigt von Dr. Werner Kleine im ökumenischen Gottesdienst der Wuppertaler Citykirchen zur Eröffnung des Kirchenjahres am 26. November 2021 in der Alten Reformierten Kirche in Wuppertal-Elberfeld.

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Das Volk, das im Todesschatten lebt, sieht ein helles Licht
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Predigt von Dr. Werner Kleine im ökumenischen Gottesdienst der Wuppertaler Citykirchen zur Eröffnung des Kirchenjahres am 26. November 2021 in der Alten Reformierten Kirche in Wuppertal-Elberfeld.

Der Prophet Jesaja ruft eine Hoffnungsbotschaft in dunkle Zeiten hinein. Was damals dem Volk Israel im babylonischen Exil galt, ist auch heute in Zeiten mit neuen Herausforderungen aktuell.

Wie kann man heute positiv über Kirche sprechen?

n man heute noch positiv über die Kirche sprechen? Man kann! Allerdings muss man wohl die Perspektivwechsel. Die Kirche ist eben nicht Zweck, sondern Methode der Verkündigung – und sie lebt dort, wo Menschen zusammenkommen, eben vor Ort. Wer nur auf die Hierarchen schaut, verpasst das Leben vor Ort. Es ist Zeit für einen radikalen Perspektivwechsel.

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Wie kann man heute positiv über Kirche sprechen?
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Kann man heute noch positiv über die Kirche sprechen? Man kann! Allerdings muss man wohl die Perspektivwechsel. Die Kirche ist eben nicht Zweck, sondern Methode der Verkündigung – und sie lebt dort, wo Menschen zusammenkommen, eben vor Ort. Wer nur auf die Hierarchen schaut, verpasst das Leben vor Ort. Es ist Zeit für einen radikalen Perspektivwechsel.

Mitschnitt des Vortrages, den Dr. Werner Kleine am 29. Oktober 2021 in Königswinter-Oberpleis gehalten hat.

Selig, die Frieden stiften

Heiligkeit ist keine Frage von Worten oder Gebeten, sondern eine der Taten. Wie können jene, die sich in der Kirche zerstreiten, noch vom nahen Reich Gottes reden? Es ist deshalb Zeit für Friedenstifter. Der Friede aber ist nicht banal. Er ist kein falscher Friede der Konfliktfreiheit. Wahrer Friede muss errungen und erstritten werden – aber eben mit den richtigen Mitteln.

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Selig, die Frieden stiften
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Predigt zur Allerheiligenvigil 2021

Heiligkeit ist keine Frage von Worten oder Gebeten, sondern eine der Taten. Wie können jene, die sich in der Kirche zerstreiten, noch vom nahen Reich Gottes reden? Es ist deshalb Zeit für Friedenstifter. Der Friede aber ist nicht banal. Er ist kein falscher Friede der Konfliktfreiheit. Wahrer Friede muss errungen und erstritten werden – aber eben mit den richtigen Mitteln.

Mitschnitt der Predigt von Dr. Werner Kleine während der Allerheiligenvigil am 31.10.2021 in St. Laurentius (Wuppertal-Elberfeld).

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT IV

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?
In Folge 4 geht es um die Entwicklung der eschatologischen Theologie bei Paulus. Die ist gerade auf dem Hintergrund seiner persönlichen Biographie interessant. In diesem Zusammenhang nimmt der Vortrag auch Bezug und Stellung zu aktuellen Hypothesen um die Person und die Rolle des Paulus für die frühe Kirche. Ohne Zweifel handelt es sich bei ihm um einen frühchristlichen Theologen, der alleine aufgrund der von ihm überlieferten Briefe bis in die Gegenwart wirksam ist. Dabei zeigen die Briefe aber auch, dass die Theologie des Paulus kein eratischer Block ist, sondern eher ein „Work in Progress“, eine reflektive Entwicklung auf der Grundlage eines – mitunter streitbaren – Austausches mit anderen Glaubenden: Wo eine Frage beantwortet ist, harren neue Fragen auf Antworten. So entwickelt sich auch die paulinische Eschatologie – eine Theologie, die gerade in ihrer Entwicklung beispielgebend für das Theologietreiben in der Gegenwart ist.

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Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT IV
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GRUNDKURS NT I 2021

Folge 4: Entwicklung und Erkenntnis

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?

Man muss nicht bis zum Jüngsten Tag warten, um erste Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Einiges findet sich schon in den neutestamentlichen Schriften – und manches davon ist erfreulich erfahrungsgesättigt. Der Kurs stellt an vier Abenden ausgewählte Textstellen vor und führt so in die Überlegungen und Schlussfolgerungen der frühesten Christen ein. Es wird deutlich werden, dass vieles auch heute noch Perspektiven eröffnet für einen Glauben, der, wie Paulus es sagen würde, wissen kann, dass die Hoffnung auf die Auferstehung nicht auf Sand gebaut ist, sondern auf festem Grund.

In Folge 4 geht es um die Entwicklung der eschatologischen Theologie bei Paulus. Die ist gerade auf dem Hintergrund seiner persönlichen Biographie interessant. In diesem Zusammenhang nimmt der Vortrag auch Bezug und Stellung zu aktuellen Hypothesen um die Person und die Rolle des Paulus für die frühe Kirche. Ohne Zweifel handelt es sich bei ihm um einen frühchristlichen Theologen, der alleine aufgrund der von ihm überlieferten Briefe bis in die Gegenwart wirksam ist. Dabei zeigen die Briefe aber auch, dass die Theologie des Paulus kein eratischer Block ist, sondern eher ein „Work in Progress“, eine reflektive Entwicklung auf der Grundlage eines – mitunter streitbaren – Austausches mit anderen Glaubenden: Wo eine Frage beantwortet ist, harren neue Fragen auf Antworten. So entwickelt sich auch die paulinische Eschatologie – eine Theologie, die gerade in ihrer Entwicklung beispielgebend für das Theologietreiben in der Gegenwart ist.

Materialblatt zur aktuellen Folge

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT III

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?
In Folge 3 geht es um die Übersetzung der urkirchlichen Überlieferung in Glaubensformeln und Lieder. Formeln und Lieder spielen in vielen Überlieferungsprozessen eine zentrale Rolle, dienen sie doch nicht nur der Memorierbarkeit, sonder auch auch der unverfälschten Weitergabe von Inhalten. Das spielt auch bei der Überlieferung des christlichen Glaubens von Beginn an eine bedeutende Rolle. Schon früh findet das christliche Bekenntnis eine formelhafte Ausprägung – wie etwa die frühchristliche Bekenntnisformel in 1 Korinther 15,3-5 zeigt.

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Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT III
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Grundkurs NT I 2021

Folge 3: Überlieferbare Bekenntnisse

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?

Man muss nicht bis zum Jüngsten Tag warten, um erste Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Einiges findet sich schon in den neutestamentlichen Schriften – und manches davon ist erfreulich erfahrungsgesättigt. Der Kurs stellt an vier Abenden ausgewählte Textstellen vor und führt so in die Überlegungen und Schlussfolgerungen der frühesten Christen ein. Es wird deutlich werden, dass vieles auch heute noch Perspektiven eröffnet für einen Glauben, der, wie Paulus es sagen würde, wissen kann, dass die Hoffnung auf die Auferstehung nicht auf Sand gebaut ist, sondern auf festem Grund.

In Folge 3 geht es um die Übersetzung der urkirchlichen Überlieferung in Glaubensformeln und Lieder. Formeln und Lieder spielen in vielen Überlieferungsprozessen eine zentrale Rolle, dienen sie doch nicht nur der Memorierbarkeit, sonder auch auch der unverfälschten Weitergabe von Inhalten. Das spielt auch bei der Überlieferung des christlichen Glaubens von Beginn an eine bedeutende Rolle. Schon früh findet das christliche Bekenntnis eine formelhafte Ausprägung – wie etwa die frühchristliche Bekenntnisformel in 1 Korinther 15,3-5 zeigt.

Aber auch Lieder werden gedichtet. Im Lied werden die Bekenntnisse nicht nur verdichtet und tiefer entfaltet. Als Gesang nehmen sie die Glaubens auch mit Seele und Leib existentiell mit in das Bekenntnis hinein – und begründen so, als Gemeinschaftsgesang, nicht zuletzt auch die Gemeinschaft der Glaubenden.

Materialblatt zur aktuellen Folge

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT II

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?
In Folge 2 geht es um die Verkündigung Jesu und die Überlieferung der Urgemeinde. Im Mittelpunkt stehen hier die Evangelien, in denen diese Überlieferungen Eingang gefunden haben. Dabei muss man neben der Verkündigung Jesu in der Überlieferung der Urgemeinde sowohl die Berichte vom leeren Grab als auch die über die Begegnungen mit dem Auferstandenen unterscheiden. Letztere lassen sich außerdem in eine galiläische Tradition und eine mit Jerusalem verbundene Überlieferung unterscheiden. Es wird außerdem deutlich, dass die Evangelien auch den Zweifel thematisieren – etwa in der Frage, was das leere Grab bedeutet. Es ist dieser Zweifel, der nicht nur das Ringen um Verstehen deutlich macht, sondern auch gerade deshalb zeigt, dass das Bekenntnis zur Auferstehung des Gekreuzigten des Glaubens würdig ist.

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GRUNDKURS NT I-2021

Folge 2: Erfahrungen der Ewigkeit

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?

Man muss nicht bis zum Jüngsten Tag warten, um erste Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Einiges findet sich schon in den neutestamentlichen Schriften – und manches davon ist erfreulich erfahrungsgesättigt. Der Kurs stellt an vier Abenden ausgewählte Textstellen vor und führt so in die Überlegungen und Schlussfolgerungen der frühesten Christen ein. Es wird deutlich werden, dass vieles auch heute noch Perspektiven eröffnet für einen Glauben, der, wie Paulus es sagen würde, wissen kann, dass die Hoffnung auf die Auferstehung nicht auf Sand gebaut ist, sondern auf festem Grund.

In Folge 2 geht es um die Verkündigung Jesu und die Überlieferung der Urgemeinde. Im Mittelpunkt stehen hier die Evangelien, in denen diese Überlieferungen Eingang gefunden haben. Dabei muss man neben der Verkündigung Jesu in der Überlieferung der Urgemeinde sowohl die Berichte vom leeren Grab als auch die über die Begegnungen mit dem Auferstandenen unterscheiden. Letztere lassen sich außerdem in eine galiläische Tradition und eine mit Jerusalem verbundene Überlieferung unterscheiden. Es wird außerdem deutlich, dass die Evangelien auch den Zweifel thematisieren – etwa in der Frage, was das leere Grab bedeutet. Es ist dieser Zweifel, der nicht nur das Ringen um Verstehen deutlich macht, sondern auch gerade deshalb zeigt, dass das Bekenntnis zur Auferstehung des Gekreuzigten des Glaubens würdig ist.

Mitschnitt des Vortrages und der anschließenden Diskussion, die am 22.1.2021 im Rahmen des Grundkurses NT I der Erzbischöflichen Bibel- und Liturgieschule Köln als Webinar stattfand. Den Vortrag hält Dr. Werner Kleine.

Materialblatt zur aktuellen Folge

Leben, Sterben, Auferstehen! – Eschatologische Vorstellungen im NT I

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?
In Folge 1 geht es um Jenseitsvorstellungen im vorchristlicher Zeit, das Entstehen des Auferstehungsglaubens im Judentum und die Frage der zentralen Bedeutung des Glaubens an die Auferstehung des Gekreuzigten. Dieser Glaube bedarf der Begründung und der theologischen Reflexion. So wird deutlich: Das Bekenntnis zum vom Kreuzestod Auferstandenen beinhaltet ein begründetes Paradox, das zum Fundament des christlichen Glaubens wird.

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Grundkurs NT I-2021

Folge 1: Zwischen Glauben und Zweifeln

Kreuzestod und Auferstehung Jesu Christi bilden den Grund des christlichen Glaubens. In ihnen wird nicht nur offenbar, dass im Tod Leben ist; beides ist auch Verhei- ßung auf die Auferstehung von den Toten für die Vielen. Was aber bedeutet das für die Menschen? Welche Gestalt werden die Auferstandenen haben? Wann wird die Aufer- stehung geschehen? Was bedeutet das alles für die letzte Gerechtigkeit? Gibt es im Jenseits nicht nur den Himmel, sondern auch Hölle und Fegefeuer?

Man muss nicht bis zum Jüngsten Tag warten, um erste Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Einiges findet sich schon in den neutestamentlichen Schriften – und manches davon ist erfreulich erfahrungsgesättigt. Der Kurs stellt an vier Abenden ausgewählte Textstellen vor und führt so in die Überlegungen und Schlussfolgerungen der frühesten Christen ein. Es wird deutlich werden, dass vieles auch heute noch Perspektiven eröffnet für einen Glauben, der, wie Paulus es sagen würde, wissen kann, dass die Hoffnung auf die Auferstehung nicht auf Sand gebaut ist, sondern auf festem Grund.

In Folge 1 geht es um Jenseitsvorstellungen im vorchristlicher Zeit, das Entstehen des Auferstehungsglaubens im Judentum und die Frage der zentralen Bedeutung des Glaubens an die Auferstehung des Gekreuzigten. Dieser Glaube bedarf der Begründung und der theologischen Reflexion. So wird deutlich: Das Bekenntnis zum vom Kreuzestod Auferstandenen beinhaltet ein begründetes Paradox, das zum Fundament des christlichen Glaubens wird.

Mitschnitt des Vortrages und der anschließenden Diskussion, die am 8.1.2021 im Rahmen des Grundkurses NT I der Erzbischöflichen Bibel- und Liturgieschule Köln als Webinar stattfand. Den Vortrag hält Dr. Werner Kleine.

Materialblatt zur aktuellen Folge

„Jetzt seid ihr dran!“ (Homilie)

Seit 2009 entsteht jährlich im Advent auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld eine besondere Krippe. Nach zehn Graffiti-Krippen, die durch den Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold erstellt wurden, gibt es in der Verantwortung der Wuppertaler Künstlerin und Meisterschülerin von Tony Cragg, Annette Marks, seit 2019 die Künstler-Krippe. Eine Besonderheit unter vielen anderen ist, dass das Jesuskind erst am Heiligen Abend um punkt 12 Uhr in die Krippe gelegt wird. Das ist Anlass für den ersten weihnachtlichen Gottesdienst am Heiligen Abend in Wuppertal. Wir dokumentieren hier die Homilie von Dr. Werner Kleine anlässlich des Gottesdienstes am 24.12.2020, als es hieß „Jesus kommt!“.

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"Jetzt seid ihr dran!" (Homilie)
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Jesus kommt! – Weihnachtlicher gottesdienst an der Künstler-Krippe 2020

Seit 2009 entsteht jährlich im Advent auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal-Elberfeld eine besondere Krippe. Nach zehn Graffiti-Krippen, die durch den Wuppertaler Graffiti-Künstler Martin Heuwold erstellt wurden, gibt es in der Verantwortung der Wuppertaler Künstlerin und Meisterschülerin von Tony Cragg, Annette Marks, seit 2019 die Künstler-Krippe. Eine Besonderheit unter vielen anderen ist, dass das Jesuskind erst am Heiligen Abend um punkt 12 Uhr in die Krippe gelegt wird. Das ist Anlass für den ersten weihnachtlichen Gottesdienst am Heiligen Abend in Wuppertal. Wir dokumentieren hier die Homilie von Dr. Werner Kleine anlässlich des Gottesdienstes am 24.12.2020, als es hieß „Jesus kommt!“.

Die diesjährige Künstlerkrippe rekurriert in besonderer Weise auf die Brotvermehrung. Die kann nur gelingen, wenn die Menschen Jesus nachahmen. Er gibt ein Beispiel, dass den Menschen zum Auftrag wird. „Jetzt seid ihr dran!“ ist nicht nur das Motto der Künstlerkrippe 2020. Es ist auch das Thema der Homilie in einem Jahr, das unter dem Zeichen der Corona-Pandemie stand.

Bilder der Künstler-Krippe 2020 (flickr)

Der ganze Gottesdienst (mit Blasen des Shofar-Horns und Martyrologium) bei Youtube

Hinter der Maske ist das wahre Gesicht

Jedes Jahr feiert die Katholische Citykirche Wuppertal am Vorabend des Pfingstfestes in der Basilika St. Laurentius eine Pfingstvigil. Im Jahr 2020 fand sie unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie statt. Masken prägen dabei nicht nur das alltägliche Leben – auch in der Liturgie sind sie immer wieder zu sehen. Dass die Maske darüber hinaus mit einer besondere Liebesgabe Gottes zu tun hat, die in der Antike eigentlich Liebesgeschenke von Göttinnen sind, wirft in diesem speziellen Jahr eine ganz neue Perspektive auf das Pfingstfest. Die Maske, die Per-Sona, das, durch das gesprochen wird, ist dann nicht mehr nur ein antikes symbolisches Sprachspiel zur Beschreibung der drei Personen des einen Gottes. Sie wird auch zum Auftrag der Gegenwart.

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Hinter der Maske ist das wahre Gesicht
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Pfingstpredigt 2020 – Dr. Werner Kleine

Jedes Jahr feiert die Katholische Citykirche Wuppertal am Vorabend des Pfingstfestes in der Basilika St. Laurentius eine Pfingstvigil. Im Jahr 2020 fand sie unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie statt. Masken prägen dabei nicht nur das alltägliche Leben – auch in der Liturgie sind sie immer wieder zu sehen. Dass die Maske darüber hinaus mit einer besondere Liebesgabe Gottes zu tun hat, die in der Antike eigentlich Liebesgeschenke von Göttinnen sind, wirft in diesem speziellen Jahr eine ganz neue Perspektive auf das Pfingstfest. Die Maske, die Per-Sona, das, durch das gesprochen wird, ist dann nicht mehr nur ein antikes symbolisches Sprachspiel zur Beschreibung der drei Personen des einen Gottes. Sie wird auch zum Auftrag der Gegenwart.