Kains Mal – 6.6.2020

Gott ist überall. Und sein Name wird nur allzuoft missbraucht. Weshalb etwa hält der us-amerikanische Präsident eine Bibel für ein Fotoshooting hoch, nachdem er sich den Weg von der Polizei mit Tränengas freischießen ließ? Der Hintergrund liegt im Umgang mit dem Wort Gottes. In einer alten evangelikalen Tradition sah man in der dunklen Hautfarbe von Menschen das Kains-Mal – und damit einen gottgewollten Makel. Angesichts der Proteste, die durch den brutalen Tod George Floyds ausgelöst wurden, darf man diese Geste eines Präsidenten, der nicht zum ersten Mal durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist, wohl kaum unterschätzen. Sie zeigt nicht nur, wie banal der Umgang mit dem Wort Gottes wird, wenn man biblizistisch vorgeht; sie wird sogar teuflisch, entpuppt sich der Satan selbst in der Versuchung Jesu doch durchaus als Schriftgelehrter. Auch die Auslegung des Wortes Gottes bedarf des kritischen Diskurses. Vor allem aber muss sei dem Leben dienen. Wenn Gottes Geist Lebensatem gibt, stehen die, die Lebensatem nehmen, immer gegen Gott.

Bei Euch – Der Audiopodcast der Katholischen Citykirche Wuppertal (Folge 38)

Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Gott ist überall. Und sein Name wird nur allzuoft missbraucht. Weshalb etwa hält der us-amerikanische Präsident eine Bibel für ein Fotoshooting hoch, nachdem er sich den Weg von der Polizei mit Tränengas freischießen ließ? Der Hintergrund liegt im Umgang mit dem Wort Gottes. In einer alten evangelikalen Tradition sah man in der dunklen Hautfarbe von Menschen das Kains-Mal – und damit einen gottgewollten Makel. Angesichts der Proteste, die durch den brutalen Tod George Floyds ausgelöst wurden, darf man diese Geste eines Präsidenten, der nicht zum ersten Mal durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist, wohl kaum unterschätzen. Sie zeigt nicht nur, wie banal der Umgang mit dem Wort Gottes wird, wenn man biblizistisch vorgeht; sie wird sogar teuflisch, entpuppt sich der Satan selbst in der Versuchung Jesu doch durchaus als Schriftgelehrter. Auch die Auslegung des Wortes Gottes bedarf des kritischen Diskurses. Vor allem aber muss sei dem Leben dienen. Wenn Gottes Geist Lebensatem gibt, stehen die, die Lebensatem nehmen, immer gegen Gott. Welche Rechtfertigung könnte da im göttlichen Gericht vorgetragen werden, von dem Paulus sagt:

„Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus. Ob aber jemand auf dem Grund mit Gold, Silber, kostbaren Steinen, mit Holz, Heu oder Stroh weiterbaut: Das Werk eines jeden wird offenbar werden; denn der Tag wird es sichtbar machen, weil er sich mit Feuer offenbart. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, wird das Feuer prüfen. Hält das Werk stand, das er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch. Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören. Denn Gottes Tempel ist heilig und der seid ihr.“ (1 Korinther 3,11-17)

Feuerzunge im Weizenfeld. Berauschendes in dem, was Brot sein wird. Und der Himmel atmet offen. (Foto: Werner Kleine – CC BY-SA 3.0)

Bei Euch (Folge 21 – 13.4.2020)

Es ist Ostermontag – Zeit für einen Rückblick, nicht nur auf ein besonderes Osterfest, sondern auf eine besondere Karwoche in Zeiten der Corona-Pandemie. Ostern besteht schließlich nicht nur aus der Auferstehung, sondern aus der Vergegenwärtigung der Auferstehung des Gekreuzigten. Der Auferstandene trägt die Wundmale als Denkmale, die Leiden und Sterben nicht übertünchen. Deshalb geht es in dieser Folge um österliche Fragen wie die des leeren Grabes, das noch nicht beweist, ohne das es aber auch nicht geht, um die ersten Auferstehungszeugen, die doch eine Zeugin war, und um die Frage, was die Kirche gerade jetzt lernen muss. Da bleibt die Skepsis, ob Institutionen wirklich lernen können … Außerdem wird der Song der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie vorgestellt …

Furcht und Freude

Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Es ist Ostermontag – Zeit für einen Rückblick, nicht nur auf ein besonderes Osterfest, sondern auf eine besondere Karwoche in Zeiten der Corona-Pandemie. Ostern besteht schließlich nicht nur aus der Auferstehung, sondern aus der Vergegenwärtigung der Auferstehung des Gekreuzigten. Der Auferstandene trägt die Wundmale als Denkmale, die Leiden und Sterben nicht übertünchen. Deshalb geht es in dieser Folge um österliche Fragen wie die des leeren Grabes, das noch nicht beweist, ohne das es aber auch nicht geht, um die ersten Auferstehungszeugen, die doch eine Zeugin war, und um die Frage, was die Kirche gerade jetzt lernen muss. Da bleibt die Skepsis, ob Institutionen wirklich lernen können … Außerdem wird der Song der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie vorgestellt …