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Hoschana! Jeschua!

Ein Song in Zeiten der Corona-Pandemie

Erst war es nur ein Einfall in Folge 12 des Podcasts/Video-Journals „Bei Euch“: Der „Schlachtruf“ „Hoschana – Jeschua/Hilf doch – Gott hilft“, den die Anhänger Jesu bei seinem Einzug in Jerusalem anstimmten. Kreative in Wuppertal haben die Idee aufgegriffen und einen Song daraus gemacht – ein besonderer Take, der die Geschichte von Palmsonntag bis Ostern in Zeiten der Corona-Pandemie erzählt.

Den Song gibt es hier in der Radio-Edit-Version zu hören. Man kann ihn auch herunterladen. Und es gibt eine Long-Version. Ostern fällt eben nie aus! Auch in diesen Zeiten nicht. Hoschana! Jeschua! – Hilft doch! Gott hilft! Die große Verheißung gilt gerade jetzt: Ich bin da! Bei Euch!

Mitwirkende:
Text – Jörg Degenkolb-Değerli/Werner Kleine
Sprechstimme – Olaf Reitz
Gesang – Werner Kleine

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Podcasts von Dr. Werner Kleine

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Podcast „Bei Euch“

Der Podcast der Katholischen Citykirche Wuppertal in zeiten der Corona-Pandemie

Bei Euch – das geht auf die Verheißung Jesu zurück: „Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäus 28,20). Wir versuchen, dieser Verheißung in der Krise Gestalt zu geben.

Bei Euch – Der Podcast der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie

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Podcast „Glaubensinformation“

Glaubensinformation (Mitschnitte der Glaubensinformation in Wuppertal)

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Podcast „Theocast“ – Theologische Vorträge

Theocast (Mitschnitte theologischer Vorträge von Dr. Werner Kleine)

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Der Segen des Zweifels (Bei Euch – Folge 42 – 3.7.2020)

Ohne Zweifel kann der Glaube nicht wachsen. Das mag manche Fromme verwundern, die in vermeintlicher Glaubenstreue zweifellos über jeden Zweifel erhaben sein wollen. Gerade der Zweifel aber bewahrt vor einer trügerischen Sicherheit, drängt er doch zu immer tieferer Reflexion. Ohne solche Reflexionen wäre es nie möglich gewesen, Kathedralen zu bauen, die Generationen und Jahrhunderte überdauern und heute noch von einer geistigen und geistlichen Schaffenskraft zeugen, die heutzutage ihresgleichen sucht. Das liegt mitunter nicht zuletzt an falschen Selbstsicherheiten, deren Entlarvung nicht etwa in Selbstreflexion führt, sondern in zurückgezogene Orte vermeintlicher Sicherheit.

Bei Euch – Der Podcast der Katholischen Citykirche WUppertal

Vom Segen des Zweifels

#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Ohne Zweifel kann der Glaube nicht wachsen. Das mag manche Fromme verwundern, die in vermeintlicher Glaubenstreue zweifellos über jeden Zweifel erhaben sein wollen. Gerade der Zweifel aber bewahrt vor einer trügerischen Sicherheit, drängt er doch zu immer tieferer Reflexion. Ohne solche Reflexionen wäre es nie möglich gewesen, Kathedralen zu bauen, die Generationen und Jahrhunderte überdauern und heute noch von einer geistigen und geistlichen Schaffenskraft zeugen, die heutzutage ihresgleichen sucht. Das liegt mitunter nicht zuletzt an falschen Selbstsicherheiten, deren Entlarvung nicht etwa in Selbstreflexion führt, sondern in zurückgezogene Orte vermeintlicher Sicherheit. Das gilt auch für eine Kirche, die nur zu gerne eine Systemrelevanz beansprucht, wo ihr Auftrag von Natur aus systemkritisch sein müsste. Ob das der Grund ist, warum sie ihre Berufung, die Menschen zu Gott zu führen, derzeit zu verfehlen scheint, wie die große Zahl von Kirchenaustritten vermuten lässt? Jetzt jedenfalls ist inmitten der Krise der Corona-Pandemie noch nicht der Zeitpunkt für vorschnelle Prognosen – wohl aber für das Sammeln von Erfahrungen, die man für eine gründliche Reflexion und Regnose brauchen wird, wenn die Zeit dafür reif ist.

Siebenschläfer – Wenn es bleibt, wie es ist (Bei Euch- Folge 41 – 27.6.2020)

Egal ob Ausschreitungen, mörderische Anschläger religiöser oder ideologischer Fanatiker oder die Kundgabe unliebsamer Entwicklungen – die Reaktion der Verantwortlichen ist meist phrasenhaft und von redundanter Betroffenheitslyrik geprägt. Dann wird von Alarmzeichen fabuliert und ein „Nie wieder“ beschworen; man bekennt sich auch gerne dazu jenen Anfängen zu wehren, die schon längst hinter einem liegen oder man sagt ganz einfach im Brustton der Überzeugung, das man nun verstanden habe. Das alles sind ewige Lippenbekenntnisse, die längst Herpes haben, weil ihnen nie Taten folgen. Die Siebenschläfer finden stete Nachahmer in Kirche und Gesellschaft – so dass alles bleibt, wie es ist, das aber mit verlässlicher Betroffenheit konstatiert wird. Das Vorbild ist fatal: Die Siebenschläfer überdauern Jahrhunderte in sicherem Schlaf, nur um dann doch kurz nach dem Erwachen zu sterben. Auch das ist ein Alarmzeichen. Was aber wird sich ändern, wenn jedes Sirenengeheul nur für einen Probealarm gehalten wird …

Der Podcast der katholischen Citykirche Wuppertal

#kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Egal ob Ausschreitungen, mörderische Anschläger religiöser oder ideologischer Fanatiker oder die Kundgabe unliebsamer Entwicklungen – die Reaktion der Verantwortlichen ist meist phrasenhaft und von redundanter Betroffenheitslyrik geprägt. Dann wird von Alarmzeichen fabuliert und ein „Nie wieder“ beschworen; man bekennt sich auch gerne dazu jenen Anfängen zu wehren, die schon längst hinter einem liegen oder man sagt ganz einfach im Brustton der Überzeugung, das man nun verstanden habe. Das alles sind ewige Lippenbekenntnisse, die längst Herpes haben, weil ihnen nie Taten folgen. Die Siebenschläfer finden stete Nachahmer in Kirche und Gesellschaft – so dass alles bleibt, wie es ist, das aber mit verlässlicher Betroffenheit konstatiert wird. Das Vorbild ist fatal: Die Siebenschläfer überdauern Jahrhunderte in sicherem Schlaf, nur um dann doch kurz nach dem Erwachen zu sterben. Auch das ist ein Alarmzeichen. Was aber wird sich ändern, wenn jedes Sirenengeheul nur für einen Probealarm gehalten wird …

In dieser Folge: Ein Interview mit Giorgio Gianonne, dem Inhaber des Wuppertaler Eiscafés Giannone über die Herausforderungen eines Gastronomen in Zeiten der Corona-Pandemie, Gäste, die sich nicht an Hygienevorgaben halten und einschneidende Entscheidungen, die deshalb zu treffen sind.

Menetekel 27 (Bei Euch – Folge 40 – 20.6.2020)

Wer hoch fliegt, kann tief fallen. Was der gesunde Menschenverstand und die Weisheit des Volkes wissen, wird von jenen gerne übergangen, die sich selbst im Mittelpunkt selbstgeschaffener Welten wähnen. Das gilt für Fleischlieferanten wie für Jungpolitiker. Ein Großausbruch der Corona-Pandemie in einer einem Großschlachthof in Rheda-Wiedenbrück wirft die Frage auf, wie fahrlässig man als Betreiber wohl nach den Vorgängen in ähnlichen Betrieben wie in Coesfeld sein muss oder ob das Wohl von Mensch und Tier nicht dem persönlichen Gewinnstreben brutal untergeordnet wurde. Andererseits verirrt sich ein junger aufstrebender Politiker in den Irrungen und Wirrungen eigener Selbstüberschätzung. Es ist kein Wunder, dass es jungen Menschen an Erfahrung und Lebensweisheit fehlt. Schwierig wird es, wenn man dem Rat falscher Mentoren vertraut, die nur ihren eigenen Vorteil im Sinn haben.

Der Podcast Der Katholischen citykirche Wuppertal

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Wer hoch fliegt, kann tief fallen. Was der gesunde Menschenverstand und die Weisheit des Volkes wissen, wird von jenen gerne übergangen, die sich selbst im Mittelpunkt selbstgeschaffener Welten wähnen. Das gilt für Fleischlieferanten wie für Jungpolitiker. Ein Großausbruch der Corona-Pandemie in einer einem Großschlachthof in Rheda-Wiedenbrück wirft die Frage auf, wie fahrlässig man als Betreiber wohl nach den Vorgängen in ähnlichen Betrieben wie in Coesfeld sein muss oder ob das Wohl von Mensch und Tier nicht dem persönlichen Gewinnstreben brutal untergeordnet wurde. Andererseits verirrt sich ein junger aufstrebender Politiker in den Irrungen und Wirrungen eigener Selbstüberschätzung. Es ist kein Wunder, dass es jungen Menschen an Erfahrung und Lebensweisheit fehlt. Schwierig wird es, wenn man dem Rat falscher Mentoren vertraut, die nur ihren eigenen Vorteil im Sinn haben. So wird mancher der hoch fliegt, gewogen und doch für zu leicht befunden. Fehler zu machen ist dabei an sich nicht schlimm. Problematisch ist die Weigerung aus den Fehlern anderer oder der eigenen zu lernen. Hier könnte ein neuer Generationenvertrag helfen, ein Kreis von Jung und Alt, bei dem die Alten ihre Erfahrungen an die Jungen weitergeben, und die Erfindungs- und Forscherfreude gemeinsam mit dem Elan der Jungen auch den Alten neue Wege weist.

Die Bibel gegen den Strich gelesen (Glaubensinformation)

Gerade viel gehörte Bibeltexte erscheinen oft so vertraut, dass der Sinn des Textes schon fest zu stehen scheint. Bei näherem Hinsehen und Hinhören eröffnen sich aber überraschende Perspektiven, die nicht nur manches in einem neuen Licht erscheinen lassen, sondern das bisher Geglaubte auch in Frage stellen. Das gilt beispielsweise für die Frage nach dem Apostelfürsten. Landläufig wird Petrus als solcher bezeichnet – und doch war er es nicht von Anfang an. Der Abend, zu dem die Katholische Citykirche Wuppertal einlädt, nimmt diese und andere Frage unter die Lupe. Es zeigt sich, dass es sich lohnt, die Bibel selbst in die Hand zu nehmen und nachzusehen.

Mit neuen Augen sehen und mit neuen Ohren hören

„Mit neuen Augen sehen und neuen Ohren hören. Die Bibel gegen den Strich gelesen“ – zu diesem Thema sprach der Wuppertaler Neutestamentler Dr. Werner Kleine am Mittwoch, dem 17.6.2020 um 19.00 Uhr im Rahmen eines Webinars der Reihe „Glaubensinformation“.

Gerade viel gehörte Bibeltexte erscheinen oft so vertraut, dass der Sinn des Textes schon fest zu stehen scheint. Bei näherem Hinsehen und Hinhören eröffnen sich aber überraschende Perspektiven, die nicht nur manches in einem neuen Licht erscheinen lassen, sondern das bisher Geglaubte auch in Frage stellen. Das gilt beispielsweise für die Frage nach dem Apostelfürsten. Landläufig wird Petrus als solcher bezeichnet – und doch war er es nicht von Anfang an. Der Abend, zu dem die Katholische Citykirche Wuppertal einlädt, nimmt diese und andere Frage unter die Lupe. Es zeigt sich, dass es sich lohnt, die Bibel selbst in die Hand zu nehmen und nachzusehen.

Material zur Sendung:

Splitter und Balken (Bei Euch – Folge 39 – 12.6.2020)

Den Splitter im Auge des Anderen zu sehen, den Balken im eigenen Auge zu übersehen, ist nicht nur menschlich, sondern bleibend aktuell. In modernem Gewand nimmt er die Form des „Whataboutism“ an – einer Strategie, mit der man ein unangenehmes Thema mehr oder weniger Geschickt auf ein anderes, meist niedrigeres Niveau ziehen möchte, in dem man sich dann auszukennen glaubt. Das Phänomen begegnet gegenwärtig wieder, wenn es um die Rassismus-Debatte geht, die durch den gewaltsamen Tod George Floyds ausgelöst wurde. Mal wird dann auf dessen kriminelle Vergangenheit verwiesen, mal auf seinen medizinischen Zustand, wieder ein anderes Mal wird behauptet, auch hellhäutige Menschen würden Opfer von Rassismus und schließlich gäbe es auch andere wichtige Themen. Alles stimmt – irgendwie; und gleichzeitig trägt es nichts zur Sache bei, dass in den USA ein unbewaffneter, gefesselter Mann schwarzer Hautfarbe, der sich ergeben hatte gewaltsam zu Tode kam. Welchen Balken und welches Brett muss man da vor dem Kopf haben, wenn man das übersieht. Manch einer, der sich da vermeintlich visionär gegen den „Mainstream“ stellt, entpuppt sich tatsächlich bloß als Geisterfahrer …

Bei Euch – Der Podcast der Katholischen Citykyirche Wuppertal (39)

 www.kck42.de/beieuch

Den Splitter im Auge des Anderen zu sehen, den Balken im eigenen Auge zu übersehen, ist nicht nur menschlich, sondern bleibend aktuell. In modernem Gewand nimmt er die Form des „Whataboutism“ an – einer Strategie, mit der man ein unangenehmes Thema mehr oder weniger Geschickt auf ein anderes, meist niedrigeres Niveau ziehen möchte, in dem man sich dann auszukennen glaubt. Das Phänomen begegnet gegenwärtig wieder, wenn es um die Rassismus-Debatte geht, die durch den gewaltsamen Tod George Floyds ausgelöst wurde. Mal wird dann auf dessen kriminelle Vergangenheit verwiesen, mal auf seinen medizinischen Zustand, wieder ein anderes Mal wird behauptet, auch hellhäutige Menschen würden Opfer von Rassismus und schließlich gäbe es auch andere wichtige Themen. Alles stimmt – irgendwie; und gleichzeitig trägt es nichts zur Sache bei, dass in den USA ein unbewaffneter, gefesselter Mann schwarzer Hautfarbe, der sich ergeben hatte gewaltsam zu Tode kam. Welchen Balken und welches Brett muss man da vor dem Kopf haben, wenn man das übersieht. Manch einer, der sich da vermeintlich visionär gegen den „Mainstream“ stellt, entpuppt sich tatsächlich bloß als Geisterfahrer …

Terminhinweise:

  • Dei Verbum direkt, Die ersten Gefährten – Tierethik aus biblischer Perspektive, Dr. Till Magnus Steiner (Jerusalem) und Dr. Werner Kleine (Wuppertal) diskutieren live, 16.6.2020, 19 Uhr, www.kck42.de/live
  • Glaubensinformation zum Thema „Mit neuen Augen sehen und neuen Ohren hören – Die Bibel gegen den Strich gelesen“, Webinar mit Dr. Werner Kleine, 17.6.2020, 19.00 Uhr – www.kck42.de/webinar

Kains Mal – 6.6.2020

Gott ist überall. Und sein Name wird nur allzuoft missbraucht. Weshalb etwa hält der us-amerikanische Präsident eine Bibel für ein Fotoshooting hoch, nachdem er sich den Weg von der Polizei mit Tränengas freischießen ließ? Der Hintergrund liegt im Umgang mit dem Wort Gottes. In einer alten evangelikalen Tradition sah man in der dunklen Hautfarbe von Menschen das Kains-Mal – und damit einen gottgewollten Makel. Angesichts der Proteste, die durch den brutalen Tod George Floyds ausgelöst wurden, darf man diese Geste eines Präsidenten, der nicht zum ersten Mal durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist, wohl kaum unterschätzen. Sie zeigt nicht nur, wie banal der Umgang mit dem Wort Gottes wird, wenn man biblizistisch vorgeht; sie wird sogar teuflisch, entpuppt sich der Satan selbst in der Versuchung Jesu doch durchaus als Schriftgelehrter. Auch die Auslegung des Wortes Gottes bedarf des kritischen Diskurses. Vor allem aber muss sei dem Leben dienen. Wenn Gottes Geist Lebensatem gibt, stehen die, die Lebensatem nehmen, immer gegen Gott.

Bei Euch – Der Audiopodcast der Katholischen Citykirche Wuppertal (Folge 38)

Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Gott ist überall. Und sein Name wird nur allzuoft missbraucht. Weshalb etwa hält der us-amerikanische Präsident eine Bibel für ein Fotoshooting hoch, nachdem er sich den Weg von der Polizei mit Tränengas freischießen ließ? Der Hintergrund liegt im Umgang mit dem Wort Gottes. In einer alten evangelikalen Tradition sah man in der dunklen Hautfarbe von Menschen das Kains-Mal – und damit einen gottgewollten Makel. Angesichts der Proteste, die durch den brutalen Tod George Floyds ausgelöst wurden, darf man diese Geste eines Präsidenten, der nicht zum ersten Mal durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist, wohl kaum unterschätzen. Sie zeigt nicht nur, wie banal der Umgang mit dem Wort Gottes wird, wenn man biblizistisch vorgeht; sie wird sogar teuflisch, entpuppt sich der Satan selbst in der Versuchung Jesu doch durchaus als Schriftgelehrter. Auch die Auslegung des Wortes Gottes bedarf des kritischen Diskurses. Vor allem aber muss sei dem Leben dienen. Wenn Gottes Geist Lebensatem gibt, stehen die, die Lebensatem nehmen, immer gegen Gott. Welche Rechtfertigung könnte da im göttlichen Gericht vorgetragen werden, von dem Paulus sagt:

„Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus. Ob aber jemand auf dem Grund mit Gold, Silber, kostbaren Steinen, mit Holz, Heu oder Stroh weiterbaut: Das Werk eines jeden wird offenbar werden; denn der Tag wird es sichtbar machen, weil er sich mit Feuer offenbart. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, wird das Feuer prüfen. Hält das Werk stand, das er aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch. Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören. Denn Gottes Tempel ist heilig und der seid ihr.“ (1 Korinther 3,11-17)

Feuerzunge im Weizenfeld. Berauschendes in dem, was Brot sein wird. Und der Himmel atmet offen. (Foto: Werner Kleine – CC BY-SA 3.0)

Sakramente im Leben der Kirche III (Glaubensinformation)

Sakramente sind in der römisch-katholischen Kirche Symbole und Symbolhandlungen, in denen biblisch begründet zum Ausdruck kommt, dass Gott den Menschen nahe ist. Es sind Zeichen des Heils. Die römisch-katholische Tradition kennt sieben Sakramente, wobei Ehe und Weihe als Sakramente der Sendung verstanden werden. Sowohl die Eheleute als auch die Geweihten werden in je eigener Weise in die Welt gesandt, um die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden.

Ehe und Weihe

Sakramente sind in der römisch-katholischen Kirche Symbole und Symbolhandlungen, in denen biblisch begründet zum Ausdruck kommt, dass Gott den Menschen nahe ist. Es sind Zeichen des Heils. Die römisch-katholische Tradition kennt sieben Sakramente, wobei Ehe und Weihe als Sakramente der Sendung verstanden werden. Sowohl die Eheleute als auch die Geweihten werden in je eigener Weise in die Welt gesandt, um die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden.

Der Abend bietet neben einer Einführung in die allgemeine Lehre von den Sakramenten in besonderer Weise in die Bedeutung der Sakramente der Ehe und der Weihe ein. Dr. Werner Kleine sprach am am Mittwoch, dem 3. Juni 2020 zur „Glaubensinformation in Wuppertal“ im Rahmen eines Webinars der Reihe „Glaubensinformation“.

Materialblatt „Allgemeine Sakramentenlehre“ (pdf)

Hinter der Maske ist das wahre Gesicht

Jedes Jahr feiert die Katholische Citykirche Wuppertal am Vorabend des Pfingstfestes in der Basilika St. Laurentius eine Pfingstvigil. Im Jahr 2020 fand sie unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie statt. Masken prägen dabei nicht nur das alltägliche Leben – auch in der Liturgie sind sie immer wieder zu sehen. Dass die Maske darüber hinaus mit einer besondere Liebesgabe Gottes zu tun hat, die in der Antike eigentlich Liebesgeschenke von Göttinnen sind, wirft in diesem speziellen Jahr eine ganz neue Perspektive auf das Pfingstfest. Die Maske, die Per-Sona, das, durch das gesprochen wird, ist dann nicht mehr nur ein antikes symbolisches Sprachspiel zur Beschreibung der drei Personen des einen Gottes. Sie wird auch zum Auftrag der Gegenwart.

Pfingstpredigt 2020 – Dr. Werner Kleine

Jedes Jahr feiert die Katholische Citykirche Wuppertal am Vorabend des Pfingstfestes in der Basilika St. Laurentius eine Pfingstvigil. Im Jahr 2020 fand sie unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie statt. Masken prägen dabei nicht nur das alltägliche Leben – auch in der Liturgie sind sie immer wieder zu sehen. Dass die Maske darüber hinaus mit einer besondere Liebesgabe Gottes zu tun hat, die in der Antike eigentlich Liebesgeschenke von Göttinnen sind, wirft in diesem speziellen Jahr eine ganz neue Perspektive auf das Pfingstfest. Die Maske, die Per-Sona, das, durch das gesprochen wird, ist dann nicht mehr nur ein antikes symbolisches Sprachspiel zur Beschreibung der drei Personen des einen Gottes. Sie wird auch zum Auftrag der Gegenwart.

Bei Euch (Folge 37 – 29.5.2020)

Gott ist die Liebe. Das ist ein Satz wie eine rosa-süße Soße, die klebt und schwer im Magen liegt. Was ist „Liebe“ eigentlich? Und was heißt es, wenn „Gott die Liebe ist“? Wissen Verkündigerinnen und Verkünder eigentlich, was sie da sagen? Und vor allem: Handeln sie auch nach ihren Worte? Liebe erweist sich nämlich in der Tat. Dann aber ist sie von gewaltiger Macht und Kraft – und zwar in jeder Hinsicht.

Das Evangelium nach Pilcher

Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Gott ist die Liebe. Das ist ein Satz wie eine rosa-süße Soße, die klebt und schwer im Magen liegt. Was ist „Liebe“ eigentlich? Und was heißt es, wenn „Gott die Liebe ist“? Wissen Verkündigerinnen und Verkünder eigentlich, was sie da sagen? Und vor allem: Handeln sie auch nach ihren Worte? Liebe erweist sich nämlich in der Tat. Dann aber ist sie von gewaltiger Macht und Kraft – und zwar in jeder Hinsicht.

Die Rede von Gott steht im Mittelpunkt dieser Folge – vor allem mit Blick auf die Konsequenzen für die Verkünderinnen und Verkünder. Eine Kirche, die Worte wie „Liebe“ phrasenhaft drischt ohne sie mit relevanten Erfahrungen zu füllen, ist nicht nur nicht systemrelevant; sie ist schlicht nichtsnutzig. Das scheint gegenwärtig ein echtes Problem zu sein, wenn Predigerinnen und Prediger zwar durchaus philosophisch intellektuell räsonieren können, an der Gottesrede aber jämmerlich scheitern, weil die zu Ende gedachten philosophischen Denkansätze hier mitunter persönlich Konsequenzen zeitigen würden. So wird zwar ein „Gott der Liebe“ verkündet, der aber als „lieber Gott“ merkwürdig harm- und folgenlos bleibt. Dabei ist ein liebender Gott hinter den Menschen her, wie manch ein gefallener Engel hinter der armen Seele. Ein solcher Gott straft nicht nur nicht, er ist eifersüchtig und ruhelos, weil seine Liebe Antworten erwartet …

Bei Euch (Folge 36 – 22.5.2020)

Krisen durchlaufen verschiedene Phasen. Darin ähneln sie der Trauer. Auf den ersten Schock folgen Verleugnung, Frustration und Wut, ja, sogar Depression. Erst danach kann man den Blick nach vorne wenden. In Trauer und Krisenerfahrungen sind diese Phasen normal. Schwierig hingegen wird es, wenn man in solchen Phasen stecken bleibt. Zu einer mündigen Krisenbewältigung gehört deshalb, irgendwann eine Lösung zu suchen. Dabei wird man nicht vor Versuch und Irrtum gefeit sein.

Phasenweise

Bei Euch – Das Video-Journal der Katholischen Citykirche Wuppertal in Zeiten der Corona-Pandemie #kck42 #beieuch – www.kck42.de/beieuch

Krisen durchlaufen verschiedene Phasen. Darin ähneln sie der Trauer. Auf den ersten Schock folgen Verleugnung, Frustration und Wut, ja, sogar Depression. Erst danach kann man den Blick nach vorne wenden. In Trauer und Krisenerfahrungen sind diese Phasen normal. Schwierig hingegen wird es, wenn man in solchen Phasen stecken bleibt. Zu einer mündigen Krisenbewältigung gehört deshalb, irgendwann eine Lösung zu suchen. Dabei wird man nicht vor Versuch und Irrtum gefeit sein. Das Schaffen eigener Probleme, die man sonst nicht hätte, ist aber eben kein Lösungsansatz. Wendet man aber den Blick nach vorn auf mögliche Lösungen, können Krisen tatsächlich Zeiten der Entscheidung sein, die zu einer echten Weiterentwicklung führen. Krisenerfahrungen sind – so gesehen – eben immer auch Lernprozesse, bei denen es weniger darum geht, wer für eine Krise verantwortlich ist, sondern wovon Krisen vorangetrieben werden. Die entscheidende Frage wird also sein, wie sich eine solche Krise nicht wiederholt. Es wird ja andere Krisen geben und es hat andere Krisen gegeben, in denen die Menschheit gezeigt hat, dass Krisen zu bewältigen sind. Entscheidend ist dabei durchaus auch die Frage nach der religio – nach der Rückbindung. Über die wird zu reden sein – auch in, mit und durch die Kirche.